30.03.2016 | Service

Zecken wieder aktiv

In diesem Jahr ist der Winter ausgefallen, bis auf wenige Nächte gab es keinen Frost. Durch die milden Frühlingstemperaturen sind auch Zecken wieder aktiv. Wer das Spinnentier an sich entdeckt, sollte wis-sen, wie er es entfernt und entsorgt. Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen gibt dazu Tipps.

Das warme Frühlingswetter zieht Mensch und Tier wieder in die Natur. Doch Vorsicht: "Im Rheingraben und im Schwarzwald ist die Gefahr eines Zeckenstichs schon jetzt hoch, denn das sind Zeckenrisikogebiete", erklärt Günter Fröhlich, Abteilungsdirektor für Sach-, Haftpflicht- und Unfallschäden beim BGV. Zecken, die man von Gräsern, Büschen oder Sitzbänken abstreift, stechen nicht gleich, sondern laufen zunächst auf der Kleidung und später auch auf der Haut umher, bis sie eine geeignete Stelle gefunden haben. Fröhlich rät daher, direkt nach einem Aufenthalt im Grünen den Körper und die Kleidung noch einmal gründlich abzusuchen und gefundene Zecken zu entsorgen. Doch gerade hier passieren oft Fehler, denn viele augenscheinlich sichere Methoden zur Entsorgung können den Tieren im Grunde wenig anhaben.

Wie entsorge ich eine Zecke?

Damit Zecken keine Krankheiten mehr übertragen können müssen sie getötet werden. Dabei kommt es auf die richtige Methode an, denn Zecken sind robust. Erwachsene Tiere können bis zu zehn Tagen in einer Wohnung überleben. Waschgänge über 60 Grad überleben einige Tiere ebenso wie den anschließenden Wäschetrockner. Wer die Tiere inklusive Wäsche ins Gefrierfach legt, hat auch wenig Glück. "Zecken gehören auch nicht in die Toilette oder in den Abfluss", warnt Fröhlich, "denn sie ertrinken nicht." Bei Tests in Aquarien konnten die Tiere bis zu drei Wochen unter Wasser überleben und entwickelten sich sogar weiter. Auch überleben die meisten Zecken das Zertreten mit dem Schuhabsatz, da die Gummisohle häufig nachgibt. Für Fröhlich gibt es nur eine wirkungsvolle Methode. "Am besten, man klappt die Zecke in ein Blatt Papier ein und zerquetscht sie mit einem Glas. Dabei schützt das Papier vor den gefährlichen Körperflüssigkeiten. Dann faltet man das Blatt und wirft es in den Mülleimer."

Zecken können Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Myelitis übertragen. Jährlich erkranken rund 100.000 Menschen an Boreliose. Der Krankheitsverlauf kann leicht verlaufen oder zum langjährigen Leidensweg werden. Im Extremfall kann ein Zeckenstich auch zur Invalidität führen. Die Schäden sind dann meist nicht nur gesundheitlicher Natur. Die finanziellen Folgen federt eine private Unfallversicherung, bei der Gesundheitsschädigungen durch Zeckenstiche eingeschlossen sind. Damit können Sie sicher sein, dass Sie im Fall der Fälle optimal abgesichert sind.

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