27.10.2017 | Service

Zahl der Einbrüche steigt im Winter um 40 Prozent

Winterzeit bleibt Einbruchzeit: Um rund 40 Prozent nimmt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche von Oktober bis März im Schnitt zu. Das zeigen die Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Konkret heißt das: Von den durchschnittlich 140.000 Einbruchschäden, die von 2002 bis 2015 jährlich an die Versicherer gemeldet wurden, entfielen 40 Prozent aufs Sommerhalbjahr und 60 Prozent auf die dunkle Jahreszeit.

Im vergangenen Jahr registrierten die Versicherungsunternehmen erstmals seit zehn Jahren einen Rückgang bei der Zahl der gemeldeten Wohnungseinbrüche. Sie fiel auf 140.000, von 160.000 ein Jahr zuvor. Der versicherte Schaden ging 2016 auf 470 Millionen von 530 Millionen Euro im Vorjahr zurück.

Einbruchzahlen noch immer höher als vor zehn Jahren

Entwarnung kann aber nicht gegeben werden. Der leichte Rückgang der Einbruchzahlen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch häufiger eingebrochen wird als noch vor fünf oder zehn Jahren. Den besten Schutz vor Einbrechern bietet gute Sicherheitstechnik. "Die Menschen sollten überprüfen, ob sie ausreichend gegen Einbrecher geschützt sind und da, wo es nötig ist, nachrüsten", rät Experte Michael Vogel, Abteilungsleiter Sach-Schaden beim BGV.

Wer zum Beispiel Fenster und Türen besonders sichert, bekommt sogar einen Zuschuss: Der Staat fördert den Einbruchschutz allein in diesem Jahr mit 50 Millionen Euro. Anträge können bei der KfW Bankengruppe gestellt werden.

Menschen unterschätzen persönliches Risiko

Wie stark das Thema Einbruch die Bevölkerung umtreibt, hat eine im Frühjahr erhobene Forsa-Umfrage im GDV-Auftrag ergeben. Fast 80 Prozent der Befragten meinen, dass dieses Risiko in den letzten fünf Jahren zugenommen hat; jeder Dritte hat Angst vor Einbrechern. Gleichzeitig wird das persönliche Risiko unterschätzt. Fast die Hälfte der Befragten sagt, bei ihnen sei wenig zu holen.

Die deutschen Versicherer unterstützen auch die bundesweite Öffentlichkeitskampagne der Polizei "K-Einbruch". Ziel ist es, die Bevölkerung für eine eigenverantwortliche Einbruchvorsorge zu sensibilisieren. Dazu dient auch der Informationstag "Tag des Einbruchschutzes" am 29. Oktober.

Mechanischer Einbruchschutz kommt zu kurz

Die Forsa-Umfrage zeigt, dass vielerorts eklatante Sicherheitslücken klaffen, wenn nach der Ausstattung der Wohnung mit Sicherheitstechnik gefragt wird. Nur etwa ein Viertel der Befragten gab an, dass ihre Wohnung bzw. Haus mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren bzw. einem zweiten Türschloss ausgerüstet ist.

"Jede Tür, jedes Fenster ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil – selbst ein massiver Sperrbügel oder ein abschließbarer Türgriff ist nutzlos, wenn sich die Scharniere leicht lösen lassen", erklärt Experte Michael Vogel. Viele scheuen die Kosten für den Einbau von zusätzlicher Sicherungstechnik. Insbesondere Mieter wollen nicht in fremdes Wohneigentum investieren. Von den befragten Mietern gaben 14 Prozent an, dass der Vermieter sich an den Kosten nicht beteiligen wollte, bei drei Prozent hat der Vermieter den Einbau von zusätzlicher Sicherungstechnik sogar verboten.

Hausratversicherung kommt für Schäden auf

Wer eine Hausratversicherung für seine Wohnung oder das Haus besitzt, bekommt den materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus ersetzt. Und der kann schnell mehrere tausend Euro betragen. Der BGV-Experte rät, Einkaufsbelege von teuren Wertsachen oder technischen Geräten aufzubewahren. Sie helfen, den Schaden zu beziffern. Die Täter nehmen in der Regel handliche Sachen wie Bargeld, hochwertige Smartphones, Kameras, Schmuck und Uhren mit. Fühlt sich der Dieb ungestört und steht ein Fahrzeug in der Nähe, dann zählen auch größere Gegenstände wie Gemälde und Flachbildfernseher, Fahrräder und E-Bikes zum Diebesgut.

Informieren Sie sich hier umfassend zum Thema Hausratversicherung.

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