07.10.2016 | Service

Winterschlaf für Saisonkennzeichen beginnt

In Deutschland sind laut Kraftfahrt Bundesamt rund 2,2 Millionen Fahrzeuge und Wohnwagenanhänger saisonal. Ende Oktober endet für den überwiegenden Teil davon die Saison. Die Versicherungs-gruppe BGV / Badische Versicherungen klärt auf, was Besitzer in der Ruhezeit beachten sollten.

In Deutschland scheint nicht immer die Sonne. Deshalb melden Cabriobesitzer, Motorradfahrer und Wohnmobilliebhaber ihre Fahrzeuge nicht ganzjährig, sondern nur für eine festgelegte Saison an. "Wer sich für ein Saisonkennzeichen entscheidet, spart Zeit und Kosten", erläutert Michael Ludwig, Abteilungsdirektor Kraftfahrt beim BGV. Kraftfahrzeugsteuer und Versicherungsbeiträge werden ab einem Mindestzeitraum von zwei Monaten anteilmäßig berechnet. Bei den Kosten für die Zulassung punktet das Saisonkennzeichen: Die erstmaligen Zulassungskosten sind mit knapp 27 Euro noch identisch. Wer sein Fahrzeug im Herbst wieder abmeldet und im Frühjahr wieder zulässt, zahlt pro Jahr rund 17 Euro mehr. Ebenso sparen sich die Fahrzeughalter beim Saisonkennzeichen das zeitaufwändige An- und Abmelden.

Saisonfahrzeug darf in der Ruhezeit nicht bewegt werden

Nach Ablauf der Saison dürfen die Fahrzeuge nicht mehr im öffentlichen Verkehr abgestellt werden. Haltern droht neben 40 Euro Bußgeld noch ein Punkt in der Verkehrssünderdatei. "Muss das Fahrzeug abgeschleppt werden, wird es noch teurer - 50 Euro Bußgeld und drei Punkte drohen demjenigen, der das Fahrzeug weiterhin im Straßenverkehr nutzt", erläutert Michael Ludwig. Auch Probefahrten von Kaufinteressenten oder Fahrten zur Hauptuntersuchung dürfen nur mit einem Kurzzeitkennzeichen gemacht werden.

Wie sind die Fahrzeuge versichert?

Versichert sind Cabrio, Motorrad, Wohnmobil und Co. über die sogenannte Ruheversicherung, sofern sie auf einem umfriedeten Stellplatz stehen. Das kann eine Garage, eine Lagerhalle oder ein geschlossener Hof sein. "Besteht neben der Kfz-Haftpflichtversicherung noch eine Kaskoversicherung, sind die Fahrzeuge auch im Rahmen der vereinbarten Risiken wie zum Beispiel Diebstahl, Hagel oder Sturm versichert", erklärt Michael Ludwig. Der Experte empfiehlt einen sicheren abgeschlossenen Unterstellplatz, wie beispielsweise die eigene Garage, denn Schäden durch Vandalismus muss der Fahrzeughalter selbst bezahlen.

Auf einen vielfachen Irrtum möchte der Abteilungsdirektor zusätzlich hinweisen: "Wer die Versicherung wechseln will, muss genau wie bei Standardverträgen Kündigungsfristen beachten. Es reicht nicht, beim nächsten Saisonbeginn im Frühling eine neue elektronische Versicherungsbestätigung bei der Zulassungsstelle zu hinterlegen und so die Versicherung zu wechseln."

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