28.10.2016 | Service

Vorsicht jetzt wird es dunkel

In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober endet die Sommerzeit. In der beginnenden "dunklen Jahreszeit" sind Fahrradfahrer und Fußgänger besonders gefährdet, denn zwei Drittel aller Unfälle in Baden-Württemberg ereignen sich innerorts (Quelle: Statistisches Landesamt). Oft trifft es Kinder. Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen informiert, wie Eltern ihre Kinder besser schützen können.

Wenn es morgens spät hell und abends früh dunkel wird, werden Fahrradfahrer und Fußgänger oft übersehen. Da beide Verkehrsteilnehmer kein schützendes Blech um sich haben, sind die Folgen dramatisch: In Baden-Württemberg verunglückten im vergangenen Jahr 8.559 Fahrradfahrer und 3.456 Fußgänger.

"Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Mangelnde Erfahrung und geringeres Reaktionsvermögen führen zu einer besonderen Gefährdung", weiß Michael Ludwig, Abteilungsdirektor Kraftfahrt beim BGV.

Kinder sehen den Straßenverkehr mit anderen Augen als Erwachsene. Sie setzen die Lichter der Autos mit Augen gleich und glauben, wenn sie das Auto sehen, auch vom Fahrer des Wagens gesehen zu werden. Weit gefehlt, denn im Dunkeln oder bei Nebel und Regen sind die Kleinen oft erst ab einer Entfernung von 30 Metern zu erkennen. Bei regennasser oder glatter Straße verlängert sich auch noch der Bremsweg und es kommt zu Unfällen. "Deshalb sollten Kinder im Winter immer helle Kleidung mit Reflektoren tragen", rät Ludwig. "Auch der Schulranzen sollte mit reflektierenden Streifen ausgestattet sein. Zusätzlich kann man den Kleinen sogenannte Blinkis, kleine Reflektoren in Tierform, umhängen oder an der Kleidung befestigen." Mit solchen Reflektoren ausgestattet sind die Kinder schon aus über 150 Metern gut zu erkennen und die Autofahrer können rechtzeitig reagieren.

Sicherheit in der Freizeit

Nicht nur als Fußgänger nehmen Kinder am Straßenverkehr teil. Wenn der Nachwuchs mit dem Rad unterwegs ist, sollte ebenfalls für ausreichend Sicherheit gesorgt werden. "Eltern sollten die Verkehrssicherheit, vor allem aber die Lichtanlage der Fahrräder regelmäßig überprüfen und mit den Kindern an verkehrsarmen Plätzen das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben", so Ludwig. Hilfreich ist es außerdem, den Kindern einfach einmal mit dem Rad hinterher zu fahren, so dass eventuelle Unsicherheiten erkannt und anschließend in aller Ruhe erklärt werden können. Auch auf dem Rad bringen zusätzliche Reflektoren, zum Beispiel an Hand- und Fußgelenken, mehr Sicherheit. Sollte es auf dem Schulweg doch einmal zu einem Unfall kommen, nimmt die gesetzliche Unfallversicherung zumindest die finanziellen Sorgen. "Aber 80 Prozent aller Unfälle passieren in der Freizeit, in der der gesetzliche Versicherungsschutz nicht greift", gibt Michael Ludwig zu bedenken. Hier käme nur eine private Kinderunfallversicherung für die finanziellen Folgen auf.

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