18.03.2016 | Unternehmen

Erster IT-Sicherheitstag im BGV-Lichthof

Fachtagung zur kommunalen Sicherheitslage

Dr. Rolf Häcker: IT-Sicherheit ist Chefsache

Arbeitnehmersensibilisierung im Fokus

Karlsruhe, 18. März 2016 – Am 17. März fand im BGV-Lichthof der erste gemeinsame IT-Sicherheitstag der Unternehmensgruppe BGV / Badische Versicherungen und der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) statt. Professor Edgar Bohn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BGV, und William Schmitt, Geschäftsführer der KIVBF, begrüßten über 150 Vertreter badischer Städte, Gemeinden, Landkreise und kommunaler Unternehmen. Ziel des Kongresses war es, die IT-Sicherheitslage der öffentlichen Verwaltungen und der kommunalen Unternehmen zu erörtern und Wege zu mehr IT-Sicherheit aufzuzeigen.

"Der BGV versteht sich als relevanter Bestandteil des Risikomanagements seiner Mitglieder. Deshalb freue ich mich, dass wir zusammen mit dem Zweckverband KIVBF diesen Kongress unserer fast deckungsgleichen Mitglieder ins Leben gerufen haben", so Edgar Bohn in seiner Begrüßungsrede. "Die Digitalisierung bringt deutlich mehr Chancen als Risiken – das hat auch die Cebit in Hannover gezeigt. Dennoch gilt es, sich für die Risiken zu wappnen."

Mit Christoph Puppe von der HiSolutionAG, Dr. Rolf Häcker, IT-Sicherheitsbeauftragter des E-Government im Innenministerium Baden-Württemberg (Chief Information Security Officer), Dr. Harald Niggemann vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Eberhard Oehler, Geschäftsführer Stadtwerke Ettlingen sowie Martin Kreuzer von der MunichRe, konnten namhafte Spezialisten im Bereich IT-Sicherheit als Referenten gewonnen werden. Dr. Rolf Häcker zeigte die rechtlichen Rahmenbedingungen auf und stellte klar, dass IT-Sicherheit Chefsache ist. Die Unternehmens- und Behördenleiter stünden in einer nicht delegierbaren Verantwortung in Bezug auf die IT-Sicherheit ihre Unternehmen und Behörden. Eberhard Oehler berichtete über den 2014 durchgeführten Selbstversuch der Stadtwerke Ettlingen, bei dem der beauftragte Hacker Felix Lindner einen Penetrationstest durchführte und in wenigen Tagen die IT-Systeme der Stadtwerke geknackt hatte.

Aus allen Vorträgen kam eine klare Kernbotschaft hervor: Der wichtigste Faktor der IT-Sicherheit ist der Mensch. Deshalb sind nicht nur technische Sicherheitsvorkehrungen nötig, auch die Arbeitnehmer müssen immer wieder für die Gefahren sensibilisiert werden.

Am Ende des Risikomanagementprozesses steht optimaler Weise eine Cyber-Versicherung zur Abdeckung der verbleibenden Restrisiken. Einen solchen Schutz bietet der BGV seit 2015 seinen Städten, Gemeinden, Landkreisen und kommunalen Unternehmen an.

William Schmitt betonte aus Sicht des ZV KIVBF die Notwendigkeit, die IT-Sicherheit im Sinne eines strukturierten Vorgehens als dauerhaften Prozess in der Unternehmenslandschaft zu verankern, der kontinuierlich überwacht werden müsse. Die Digitalisierung biete umfassende Chancen, die es zu nutzen gelte, die damit einhergehenden Risiken ließen sich aber nur mit einem strukturierten Informationssicherheitsmanagement beherrschen.

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