E-Scooter-Zulassung 2019 – alles zur Haftpflichtversicherung

Benötigt man für das legale Fahren eines E-Scooters ein Nummernschild? Ist eine Haftpflichtversicherung nötig? Und wie erhält man einen Nachweis? Der BGV informiert Sie über die neue Verordnung zur Zulassung von E-Scootern und anderen Elektrokleinstfahrzeugen und klärt über den notwendigen Versicherungsabschluss auf. Ihr Vorteil: Beim BGV schließen Sie Ihre Haftpflichtversicherung bequem online ab und erhalten alle notwendigen Nachweise per Post.

Warum eine Haftpflichtversicherung für E-Scooter?

Der Gesetzgeber hat die Versicherungspflicht aus gutem Grund festgelegt. Trotz verhältnismäßig niedriger Geschwindigkeit können unaufmerksame Fahrer mit dem E-Scooter Unfälle mit Personen- oder Sachschaden verursachen, deren Kosten im schlimmsten Fall nicht aus eigener Tasche bezahlt werden können. Zudem würde ohne Haftpflichtversicherung das Risiko für eine Fahrerflucht steigen, deren Ziel es ist, möglichen Kosten zu entgehen.

Die obligatorische Haftpflichtversicherung trägt wie auch bei anderen Fahrzeugen die Kosten für Schäden, die durch den Fahrer des Elektroscooters verursacht wurden und sichert ihn damit gegen Ansprüche Dritter ab.

Straßenzulassung Ihres E-Scooters leicht gemacht:

Wir erklären Ihnen, wie die Zulassung Ihres Elektroscooters beim BGV abläuft und warum der Abschluss so einfach ist. Anders als beim PKW müssen Sie nicht zur KFZ-Zulassungsstelle und dort lange anstehen. Sie können alles einfach online regeln. Ihre Zulassung in 3 Schritten:


1. Angabe der Fahrzeugdaten und Ihrer persönlichen Daten online:

Die wichtigste Angabe, ohne die der Versicherungsabschluss nicht möglich wäre, ist die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) und damit verbunden die Fahrzeugklasse (in diesem Fall: Elektrokleinstfahrzeuge). Beides finden Sie auf dem Typenschild Ihres Fahrzeugs. Befindet sich keine Typengenehmigung auf Ihrem E-Scooter, kann er nicht zugelassen werden. Erkundigen Sie sich also bestenfalls vor dem Kauf, ob das gewünschte Modell über ein Typenschild verfügt. Weiterhin ergänzen Sie online den Fahrzeughersteller sowie Ihre persönlichen Daten. Sie erfahren die Prämie und schließen die Versicherung mit wenigen Klicks online ab.

2. Erhalt der Versicherungsplakette per Post:

Erhalt der Versicherungsplakette per Post: Nach dem Abschluss sendet der BGV Ihnen auf dem Postweg den Versicherungsnachweis zusammen mit der Versicherungsplakette in Form eines Aufklebers für Ihren E-Scooter zu. Damit weisen Sie die bestehende Haftpflichtversicherung nach.

3. Anbringen der Plakette - und gute Fahrt!

Bringen Sie die Plakette an der Rückseite Ihres Fahrzeugs, möglichst unterhalb der Schlussleuchte an. Der untere Rand des Aufklebers darf nicht weniger als 50 mm über der Fahrbahn liegen. So verlangt es die neue Verordnung. Führen Sie zudem den Versicherungsnachweis des BGV beim Fahren jederzeit mit sich und genießen Sie den Fahrspaß auf Ihrem E-Scooter!


Die E-Scooter-Plakette – begrenzte Gültigkeit

Ähnlich wie beim Mofa oder Moped ist das Versicherungskennzeichen – beziehungsweise in diesem Fall die Plakette – jährlich vom 1. März bis zum 28./29. Februar des Folgejahres gültig. Die Farbe wechselt jährlich, um eine unerlaubte längere Verwendung zu vermeiden. Nach Ablauf des Versicherungszeitraums muss eine neue Plakette beim BGV beantragt werden.

Welchen Leistungsumfang bietet die E-Scooter-Haftpflicht?

Der BGV sichert Schäden, die durch den Fahrer des versicherten E-Scooters verursacht werden, in Höhe von bis zu 100 Mio. Euro ab. Dies gilt pauschal für Personen-, Sach-, und Vermögensschäden, jedoch mit maximal 12 Mio. Euro je geschädigte Person. Gegebenenfalls kann der Leistungsumfang durch eine Teilkaskoversicherung für E-Scooter erweitert werden.