Was ist ein E-Scooter?

Elektrofahrzeuge sind im Kommen. Vor allem Stichworte wie Dieselfahrverbot, CO2-Emission und Klimawandel machen die umweltschonenden Gefährte in allen Bevölkerungsschichten immer beliebter. Besonders im Trend liegen die agilen E-Scooter – die Elektroscooter gehören bereits in vielen Ländern zu den beliebtesten Verkehrsmitteln in Großstädten, um Staus zu umgehen und schnell von A nach B zu gelangen.

In Deutschland sind die E-Scooter inzwischen im Straßenverkehr zugelassen. Die aktuelle „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“ wurde vom Bundesrat Mitte Mai verabschiedet. Also: Auf die Scooter, fertig, los! Was Sie über die kleinen Flitzer wissen müssen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Was gilt als E-Scooter?

Ein E-Scooter ist ein motorisierter Tretroller. Er verfügt über ein Trittbrett zwischen zwei Rädern, über eine Lenkstange und einen elektrischen, akkubetriebenen Motor. Wie beim klassischen Tretroller stößt sich der Fahrer mit einem Bein ab, um Schwung zu holen. Zusätzlich befindet sich am Lenker ein Drehgriff, um bei Bedarf per Motor zu beschleunigen („Gas zu geben“). Dies macht natürlich auch Bremsen obligatorisch: In der Regel verfügen die E-Scooter über eine elektrische Bremse am Vorderrad sowie eine Rücktrittbremse, die unabhängig voneinander einsetzbar sind. Die meisten E-Scooter sind reine Stehroller, allerdings gibt es auch Modelle mit zusätzlicher Sitzmöglichkeit. Einige Modelle können zudem platzsparend zusammengeklappt werden, um sie zum Beispiel in Bus oder Bahn zu transportieren.

E-Scooter oder E-Roller? Was ist was?

Derzeit werden die Begriffe E-Scooter und E-Roller (Elektroroller) häufig als Synonyme verwendet. Nicht zu verwechseln ist der E-Scooter / Elektroscooter aber mit dem Elektromotorroller, der in Größe und Look einem herkömmlichen Motorroller mit Rahmen und Sitz entspricht, allerdings per elektrischem Motor betrieben wird.

Unterschiede zum E-Bike?

Natürlich sind E-Scooter und E-Bikes in Sachen Aufbau, Größe, Optik und Art des Fahrens grundverschieden – vom Prinzip her ähneln sie sich jedoch. Wie auch den Elektroscooter können Sie das E-Bike wie ein gewöhnliches Fahrrad mechanisch bewegen, bei Bedarf wird der Elektromotor zugeschaltet, um schneller vorwärts zu kommen. Eine Unterkategorie sind sogenannte Pedelecs, bei denen der Elektroantrieb nur dann aktiviert werden kann, wenn gleichzeitig die Pedale genutzt werden. Im Gegensatz zum E-Scooter sind E-Bikes und Pedelecs bereits seit Längerem im Straßenverkehr zugelassen.

Wie schnell fährt ein E-Scooter?

Die Geschwindigkeit hängt in erster Linie von der Stärke des verbauten Elektromotors ab. Hinzu kommen Faktoren wie das Gewicht des Rollers, des Fahrers und der Untergrund bzw. Straßenbelag. Grundsätzlich erreichen E-Scooter im Durchschnitt zwischen 12 und 20 km/h. Einige Hersteller verkaufen auch Modelle, die bis zu 40 km/h schnell fahren. Aber Achtung: IDer Bundesrat hat Mitte Mai für Deutschland eine zulässige Höchstgeschwindgkeit von 20 km/h beschlossen.

Welche Reichweite hat der Akku?

Auch hier kommt es natürlich auf das gewählte Modell und dessen Akkuleistung an, sowie letztlich auch auf die Fahrweise. Mit den meisten E-Scootern kommen Sie 20 bis 35 Kilometer weit. Elektroscooter mit besonders leistungsstarken Akkus bringen Sie sogar bis zu 40 Kilometer weit, einzelne sehr hochpreisige Modelle bis zu 50 Kilometern. In der Regel genügt aber eine geringere Reichweite, da E-Scooter bevorzugt in Städten eingesetzt werden, um zum Beispiel schnell vom Bahnhof zum Arbeitsplatz zu kommen.

Tipp: Achten Sie beim Kauf vor allem auf die Volt- und Ampere-Angaben des Akkus. Je höher diese ausfallen, desto länger ist die zu erwartende Betriebsdauer.

Wo wird der Akku aufgeladen?

Ihren E-Scooter „betanken“ Sie ganz problemlos an jeder Steckdose – ob zu Hause oder auch im Büro, sofern der Arbeitgeber dies gestattet. Je nach Modell kann es mehrere Stunden dauern, bis der Akku vollständig geladen ist.


Elektromobilität und Mikromobilität: Welche E-Fahrzeuge gibt es eigentlich?

Während das Stichwort Elektromobilität seit Jahren geläufig ist, handelt es sich bei Mikromobilität um einen eher neuen Begriff, der aufgrund der immer kompakter werdenden Fahrzeuge entstanden ist. Viele Autohersteller erweiterten ihr Portfolio in den letzten Monaten und Jahren zum Beispiel um E-Bikes oder E-Scooter und haben somit den Markt der Elektrokleinstfahrzeuge geprägt. Welche Arten von Elektrofahrzeugen gibt es derzeit? Wir haben die wichtigsten für Sie aufgelistet:

  • E-Auto bzw. E-Bus: Per Elektromotor betriebene Personenkraftwagen gehören zu den Vorreitern der Elektromobilität. Sie werden an Elektrotankstellen aufgeladen und in der Regel für Kurzstrecken genutzt.
  • E-Motorroller: Die Elektromotorroller sind umweltschonende Fortbewegungsmittel für den Stadtverkehr und Kurzstrecken. Wie ein E-Auto werden Sie an E-Tankstellen mit Strom betankt und bringen bis zu zwei Personen schnell ans Ziel.
  • E-Scooter: Nicht nur für Junggebliebene ein Fortbewegungsmittel, das Spaß macht und flexibel ist. Großer Vorteil: Der Akku kann an jeder beliebigen Steckdose aufgeladen werden.
  • E-Bike und Pedelec: Sportlich und modern unterwegs im Straßenverkehr – für Jung und Alt. Besonders auf Strecken mit starker Steigung bietet der Elektroantrieb Vorteile und sorgt für weniger Anstrengung.
  • Segway: Balance und Köpergefühl: Der Segway Personal Transporter besitzt eine Standfläche zwischen zwei Rädern sowie eine Lenkstange und wird ansonsten lediglich per Körperneigung vorwärtsbewegt.
  • Hoverboard: Ähnlich wie der Segway funktioniert das Hoverboard per Balance und Vor- bzw. Zurücklehnen des Fahrers. Es gibt sie ohne und mit Lenkstange. In der Regel haben die Räder einen geringeren Durchmesser als beim Segway.
  • Elektromobil: Als mehrspuriges, elektrisch angetriebenes Leichtfahrzeug mit Sitz werden diese Fahrzeuge häufig von gehbehinderten Menschen genutzt.

Übrigens: Viele E-Fahrzeuge werden mit Fördermitteln bezuschusst. Wenn Sie den Kauf eines solchen Gefährts planen, sollten Sie vorher prüfen, ob Sie einen Umweltbonus beantragen können.