Sicher fahren mit dem E-Scooter: Tipps und Wissenswertes

Ganz gleich, ob Sie mit einem Fahrzeug oder als Fußgänger am Straßenverkehr teilnehmen: Ein gewisses Unfallrisiko besteht immer. So auch mit E-Scootern – immerhin bieten sie dem Fahrer einerseits keine Knautschzone, andererseits sind sie nahezu lautlos und können von Fußgängern schnell überhört werden. Unfall-Berichte aus anderen Ländern zeigen, dass das E-Scooter-Fahren nicht ungefährlich ist. So passiert es immer wieder, dass Passanten von E-Scootern verletzt oder Fahrer von abbiegenden Autos übersehen werden. Umso wichtiger ist ein umsichtiges und rücksichtsvolles Fahren für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Eine Unfallstatistik für E-Scooter gibt es noch nicht

Zwar werden in den Städten, die bereits seit 2018 E-Scooter offiziell erlauben, vermehrt Unfälle mit den trendigen Rollern registriert, eine Unfallstatistik gibt es aber noch nicht. Wie sicher oder gefährlich die Elektroscooter also tatsächlich sind, kann derzeit nur anhand von Schätzungen und Einzelbeispielen bewertet werden. In den USA werden am häufigsten Kopfverletzungen registriert.

Welche Risiken birgt das E-Scooter-Fahren?

Insbesondere Fußgänger sind laut Berichten aus anderen Ländern mitunter von Unfällen mit E-Scooter-Fahrern betroffen. Zwar dürfen laut Elektrokleinstfahrzeugverordnung die E-Scooter nicht auf Gehwegen benutzt werden.

Trotzdem wird es passieren, dass ein Passant den Weg eines E-Scooters kreuzt, da er diesen nicht gehört oder gesehen hat. Bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h können Verletzungen die Folge sein, wenn der Fußgänger zum Beispiel zu Boden stürzt. Es ist also sinnvoll, dass die Flitzer nur mit gültiger Versicherung auf die Straße dürfen.

E-Scooter mit einer Geschwindigkeit von mehr als 12 km/h müssen baulich angelegte Radwege nutzen, sofern sie vorhanden sind. Ansonsten müssen diese auf die Straße. Gehwege dürfen nicht genutzt werden. Kritiker warnen davor, dass die deutschen Radwege nicht breit genug seien, um ein sicheres Überholen von Fahrrädern durch E-Scooter zu gewährleisten. Wenn E-Scooter beim Überholvorgang auf die Fahrbahn ausscheren, könnten sie von unaufmerksamen Autofahrern erfasst werden.

Nicht zuletzt zählen auch Stürze mit dem E-Scooter zu den häufigsten Unfallursachen. Viele Fahrer überschätzen sich, nehmen zu enge Kurven oder versuchen, mit dem Roller über die Gehweg-Kante zu fahren. Ohne Helm kann ein Sturz schwerwiegende Folgen haben.

Keine Pflicht, aber dennoch empfehlenswert: der Helm

Die neue Verordnung zur Straßenzulassung sieht keine Helmpflicht für Fahrer von E-Scootern vor. Auch im Ausland verhält es sich so. Bei Kollisionen mit Autos können E-Scooter-Fahrer dadurch schwere Verletzungen davontragen. Auch wenn ein Helm gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt der BGV Fahrern im Sinne der eigenen Sicherheit dennoch, einen Helm zu tragen.

Die geforderte Ausstattung beachten

Voraussetzung dafür, dass Ihr E-Scooter im Straßenverkehr genutzt werden darf, ist ein Typenschild, das ihn als zulässiges „eKleinstfahrzeug“ kennzeichnet. Der E-Scooter muss dafür über zwei Bremsen, eine Klingel/Glocke sowie über Scheinwerfer, Schlussleuchte, Rückstrahler und Seitenreflektoren verfügen. Diese Mindestausstattung stellt sicher, dass Sie sich gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern durch akustische oder visuelle Signale bemerkbar machen können und vermindert das Risiko, überhört oder übersehen zu werden. Achten Sie beim Kauf eines E-Scooters unbedingt auf diese Anforderungen, sonst kann er nicht zugelassen werden.

Umsichtige und aufmerksame Fahrweise

Was für Radfahrer gilt, gilt auch für E-Scooter-Fahrer: Besser einmal zu viel, als einmal zu wenig umschauen, bevor gefahren wird. Selbst wenn der Fahrer eines E-Scooters alles richtig gemacht hat, trägt er bei der Kollision mit einem Auto in der Regel den größeren Schaden davon. Machen Sie sich also immer bewusst, dass man Sie auf dem E-Scooter kaum hört und vielleicht erst spät sieht. Vorsichtiges Fahren erhöht die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer.

Nicht zu zweit auf dem E-Scooter fahren

Eigentlich versteht es sich von selbst: Ein motorisierter Tretroller bietet nur Platz für einen Fahrer. Dennoch kommt es oftmals vor, dass zwei Personen – trotz Verbot – zeitgleich einen E-Scooter nutzen. Das stellt eine Herausforderung an die Balancefähigkeiten der Fahrer dar und macht den Roller durch das zusätzliche Gewicht langsamer und weniger wendig. Somit kann Hindernissen schwerer ausgewichen werden. Ein gefährlicher Spaß, der das Risiko nicht wert ist.

Mit dem passenden Versicherungsschutz unterwegs

Sollte doch einmal etwas passieren, sind Sie mit dem BGV bestens abgesichert. In Kürze stellen wir unser neues Produkt zur Versicherung von E-Scootern vor. Damit sind Sie im Schadensfall auf der sicheren Seite – bei Beschädigung von Fremdfahrzeugen, Wertgegenständen oder bei Verletzung von Personen durch Ihren E-Scooter.