Dank E-Scooter-Sharing noch flexibler unterwegs

Per App das gewünschte Fahrzeug auswählen, freischalten und fahren – sowohl bei PKW als auch bei Fahrrädern ist dies vor allem für viele Stadtbewohner inzwischen Alltag. Seit kurzem ist es auch möglich, E-Scooter durch Sharing-Modelle zu nutzen.

Wie funktioniert das Fahrzeug-Sharing?

Wer es selbst schon einmal ausprobiert hat, weiß, wie einfach es ist: Je nach Anbieter von Fahrzeug- Sharing wird lediglich eine App benötigt, über die der Nutzer sich registriert. Im Falle von Autos (Carsharing) muss ein gültiger Führerschein nachgewiesen werden, bei Fahrrädern (Bike-Sharing) nicht. Anschließend werden verfügbare Fahrzeuge und ihre Standorte angezeigt. Wird ein Auto gebucht, kann der Fahrer die Tür mithilfe der App automatisch öffnen. Einige Anbieter senden nach der Registrierung auch eine Karte zu, die einen Chip zum Öffnen und Schließen des Fahrzeugs enthält. Bei Fahrrädern ist die Buchung noch einfacher: Der Nutzer wählt das gewünschte Rad aus, erhält einen Code, um es freizuschalten und gibt diesen auf dem Display des Rades (meist am Schloss oder Lenker) ein. Nach der Fahrt wird das Fahrzeug in der Regel an einem dafür vorgesehenen Ort (Station) abgestellt und verriegelt bzw. gesperrt, bis der nächste Nutzer es aktiviert.

Wo findet bereits E-Scooter-Sharing statt?

Viele Städte haben den Hype um die wendigen, flexiblen Elektroscooter bereits aufgegriffen und zeigen sich offen für Sharing-Anbieter. Beispielsweise stehen in Wien, Paris, Berlin und Karlsruhe zahlreiche E-Scooter als Mietfahrzeuge bereit, die sowohl von Touristen für kurze Touren als auch von Einheimischen für die letzten Kilometer von der Bahnstation zur Arbeit genutzt werden. Auch in Basel, Brüssel, Kopenhagen, Madrid, Dubai und mehr als 60 Städten in den USA rollen die E-Scooter als Sharing-Fahrzeuge über die Straßen.

Wie funktioniert das E-Scooter-Sharing in Deutschland?

Der Nutzer registriert sich per App des Anbieters. Die App enthält einen QR-Code-Scanner und die E-Scooter einen entsprechenden Code. Scannt der Nutzer den Code am gewünschten Fahrzeug, wird dieses freigeschaltet und er kann so lange fahren, bis er den Code ein zweites Mal scannt und die Fahrt somit beendet. Während des Fahrens zählt die App die Minuten und rechnet sie ab (beispielsweise mit 15 Cent pro Minute).

Wie verhält es sich mit der Versicherung bei Unfällen?

Laut Verordnung können E-Scooter nur mit gültiger KFZ-Haftpflichtversicherung genutzt werden. Im Falle eines Sharing-Modells kümmert sich der Betreiber um die Versicherung. Die Prämie ist im Preis für die Fahrt mit dem E-Scooter inbegriffen.

Welchen Mehrwert bietet E-Scooter-Sharing?

Für Nutzer liegen die Vorteile auf der Hand: Sie können die Vorzüge eines E-Scooters genießen, ohne selbst Geld für den Kauf investieren zu müssen. Auf diese Weise kann der Elektroscooter bei Bedarf flexibel gebucht, gefahren und abgestellt werden – zum Beispiel für die letzte Strecke vom Bahnhof zur Arbeitsstelle oder zurück bzw. für kurze Wege in der Mittagspause. Zudem kann der E-Scooter Stadtbewohner oftmals schneller von A nach B bringen als das Auto. Staus können umfahren werden und die Parkplatzsuche fällt weg.

Städte profitieren vor allem von weniger abgasverursachendem Verkehr, denn der Einsatz von E-Scootern fördert den zukunftsweisenden Mobilitätsmix durch umweltschonendes Fahren. Mikromobilität – also die Nutzung von kleinen, motorisierten Fahrzeugen – ist inzwischen mehr als ein Trend und kann als echte Chance für Städte gesehen werden, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nicht zuletzt wird die angespannte Verkehrssituation im urbanen Umfeld optimiert.

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