Unterwegs auf dem E-Scooter – aktuelle rechtliche Situation

Wer im Straßenverkehr unterwegs ist, muss sich an die geltenden Verkehrsregeln halten – doch wie sieht die Situation für E-Scooter-Fahrer derzeit aus?

Thema Recht: Wo ist es aktuell erlaubt, E-Scooter zu fahren?

Die Tretroller dürfen ausschließlich auf Radwegen unterwegs sein - wenn es diese nicht gibt, müssen sie auf die Straße ausweichen. Die Einschränkung, dass langsamere Scooter bis zwölf Stundenkilometer auch auf Gehwegen fahren dürfen, wurde wieder aus der Verordnung gestrichen.

Wieso ist eine Zulassung inkl. Versicherung notwendig?

Wie jeder Teilnehmer am Straßenverkehr kann auch der Fahrer eines E-Scooters in einen Unfall verwickelt werden. Sei es durch Auffahren auf einen abbiegenden PKW oder durch Anfahren eines Fußgängers, der einen Zebrastreifen überquert. Es gilt: Auch ein Fahrzeug, das nicht schnell unterwegs ist, kann Unfälle mit hohen Schadenssummen verursachen. Das macht eine Straßenzulassung inklusive Kennzeichen und eine Haftpflichtversicherung obligatorisch, sodass Kosten getragen werden und das Risiko der Fahrerflucht minimiert wird. Der BGV informiert Sie über Details, sobald die Zulassung offiziell beschlossen ist und bietet Ihnen ein optimales Versicherungsprodukt.

Wie ist die Regelung bei Hoverboards und E-Skateboards?

Die „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“ bezieht sich zunächst nur auf Fahrzeuge mit einer Lenk- bzw. Haltestange. Hoverbaords oder E-Skateboards, die eine solche Stange nicht besitzen, bleiben erst einmal außen vor. Allerdings plant das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) nach eigenen Angaben eine „Ausnahmeverordnung mit wissenschaftlicher Begleitung“ für solche Gefährte. So sollen sie noch 2019 im Straßenverkehr erlaubt werden.