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Was alles blüht! Die Natur mit Kindern entdecken

Kinder sind neugierig auf alles, was sie umgibt – ob großer Bagger auf der Baustelle oder dicker Hummelhintern in einer Blüte. Damit sie etwas von der Natur kennen- und zu respektieren lernen, gibt es viele schöne Möglichkeiten. Von der waldpädagogischen Freizeit bis zum Anlegen eines insektenfreundlichen Gartens.

Kinder- und tiersichere Pflanzenkunde

Ein eigener Garten! Der Traum für viele junge Familien. Hier wissen die Eltern ihre Kinder in Sicherheit vom Straßenverkehr und vor übergriffigen Fremden. Sie können den Nachwuchs unbesorgt spielen lassen. In der Erde wühlen, Pflanzen anknabbern – alles erlaubt und erwünscht. Aber halt – ist ein Garten denn immer ein sicherer Ort? Wir zeigen, welche Pflanzen für Kinder und Tiere keine Gefahren darstellen. Im nächsten Kapitel geht es dann ums Erkennen von giftigen Pflanzen. [Link auf Kapitel „Gefährlich schön“ …] Stacheliges sollte man aus naheliegenden Gründen so lange nicht anpflanzen, bis die Kinder sich beim Toben nicht mehr verletzen können.

Diese Blumen und Sträucher können Sie unbesorgt anpflanzen:

  • TAGETES Leuchtend gelb-orangefarben ziehen die Blüten der Tagetes alle Blicke auf sich. Die Studentenblume schmeckt leicht bitter, ist aber ungiftig.
  • KAPUZINERKRESSE Die einjährige Pflanze ist unkompliziert und eignet sich als Versuchsobjekt für Kinder. Sie werden ihre Freude an den kräftigen Farben der essbaren Blüten haben.
  • SONNENBLUME Nicht nur ihre Kerne sind essbar, die ganze Blume ist unproblematisch und zum Spielen geeignet. Besonders schön: Die prächtige Blume mit bis zu tellergroßer Blüte hat ihren Auftritt im Spätsommer/Herbst, wenn die anderen Blüher langsam aufgeben.
  • STIEFMÜTTERCHEN Unverwüstlicher Klassiker in allen nur denkbaren Farben und Mustern von Weiß bis Dunkelviolett. Die Blüten schmecken süßlich.
  • DAHLIE Kandidatin fürs Kinderbeet: Die pflegeleichte Dahlie macht mit ihren vielen Farben und Varianten Freude – auch in den Herbst hinein.
  • RINGELBLUME Die traditionelle Medizin schreibt ihr heilende Eigenschaften zu; im Garten ist sie eine Freude, weil sie dankbar und unkompliziert ist und uns ihre intensiv-orangefarbenen Blüten über mehrere Monate schenkt.
  • LAVENDEL Nicht jedermanns Sache ist das intensive Aroma des Lavendels. Er kommt in Kosmetika, Duftsäckchen, in der Medizin und auch auf dem Teller zum Einsatz. Besonders schön: Wenn der Lavendel blüht und von Bienen umschwärmt wird.
  • WILDROSE Duftet wunderbar und spricht sie Sinne an: die Wildrose. Ihre Früchte, die Hagebutten, eigenen sich für Tees und als Brotaufstrich. Und sie enthalten das legendäre Juckpulver!

  • Bei den Bäumen empfehlen sich Obst- und Nussbäume, Linden, Birke oder Korkenzieherweiden. Die Früchte der Buche sind ebenfalls essbar.
  • Zum Naschen und Lernen über unsere Nahrung ist ein kleiner Gemüse- und Kräutergarten toll, in dem auch ein paar Erdbeerpflanzen für süße Freude sorgen.

Gefährlich schön: Giftpflanzen im Fokus

Im ersten Absatz haben wir ungiftige, schöne Pflanzen für den Garten vorgestellt. Hier geht es jetzt umgekehrt: Auch wenn die Pflanzen toll aussehen oder appetitlich aussehende Beeren tragen: Finger weg! Die sind gefährlich. Und zwar richtig. Zur Sicherheit lieber keine Experimente machen, besonders wenn man einen Garten mit einem älteren Bestand an Pflanzen übernimmt.

Diese Pflanzen gehören nicht in einen Familiengarten:

  • GOLDREGEN Luftig-leicht sieht er aus, aber er hat es in sich. Alle Pflanzenteile sind giftig.
  • PFAFFENHÜTCHEN Was da fleischig-rot leuchtet, sind keine Beeren, sondern Blüten. Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe.
  • TOLLKIRSCHE Die ist wirklich lebensgefährlich, schon einige Früchte können ein Kind umbringen.
  • SEIDELBAST Die fliederfarbenen Blütendolden sehen im Frühjahr hübsch aus, aber die Pflanze ist hochgiftig.
  • STECHPALME Sie sehen besonders in der finsteren Winterzeit toll aus, sind aber giftig: die Beeren der Stechpalme.
  • MAIGLÖCKCHEN Wie eine Miniatur-Porzellanblüte wirken die kleinen Blütenstände der Maiglöckchen. Nicht täuschen lassen: Alles an der Pflanze ist giftig.
  • EFEU Die beliebte Kletterpflanze ist für Kinder problematisch, besonders wenn sie schon älter ist. Dann beginnt sie zu blühen, und die Blüten sind noch giftiger als die Blätter.
  • EIBE Ausnahmsweise sind die leuchtend roten Früchte nicht giftig, wohl aber die darin enthaltenen Samen. Die und alles andere an der Eibe enthält giftiges Taxin.
  • BLAUER EISENHUT Achtung: Alle Pflanzenteile sind sehr giftig. Der Blaue Eisenhut gilt als die giftigste Pflanzenart Europas.
  • HERBSTZEITLOSE Sie sieht aus wie ein Krokus, der sich in der Jahreszeit vertan hat, denn sie blüht im Spätsommer und Herbst. Alle Teile der kleinen Pflanze sind hochgiftig.
  • FINGERHUT Faszinierend aufgrund seiner Form, ist er tabu für den kindgerechten Garten: Alle Pflanzenteile sind hochgiftig.
  • ENGELSTROMPETE Keine einheimische Pflanze, aber wegen ihrer auffälligen Blüten zunehmend beliebt. Aber besser vermeiden, bis die Kinder größer sind: Die Engelstrompete ist gefährlich.

Verdacht auf Vergiftung: Was tun?

Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Schwindel, Blässe, Bewusstlosigkeit – eine Vergiftung kann viele Anzeichen haben. Im Zweifelsfall:

  • Ruhig bleiben
  • Notarzt kontaktieren unter 110
  • Giftnotrufzentrale kontaktieren. Tipp: Suchen Sie die Nummer [Link auf https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/09_InfektionenIntoxikationen/02_Giftnotrufzentralen/lm_LMVergiftung_giftnotrufzentralen_node.html] JETZT raus und notieren Sie sie dort, wo sie sie auch in Panik finden. Schildern Sie möglichst detailliert, wer wie betroffen ist, wann das Kind was gegessen hat, wie es ihm geht, Gewicht des Kindes etc.
  • Jetzt kümmern Sie sich ums Kind, helfen ihm gegebenenfalls beim Erbrechen und folgen den Anweisungen des medizinischen Personals.

Blumen für Bienen: Schlaraffenland für Nützlinge

Überall gibt es Samenmischungen für bienenfreundliche Pflanzen oder Insektenhotels zu kaufen. Doch warum ist es eigentlich so wichtig, eine bienenfreundliche – und insgesamt insektenfreundliche – Umgebung zu schaffen? Bienen produzieren mit Honig ein wertvolles Nahrungsmittel. Und noch wichtiger: Auf ihrer Suche nach Nahrung bestäuben sie die Blüten der Obstbäume und viele andere Planzen, die wir wiederum essen.

Aber: Wild- und Honigbienen haben es schwer bei uns in Deutschland. Viele Völker – so nennt man die großen Bienenfamilien – leiden an einer Milbe, werden krank und sterben. Auf dem Land, wo die Flächen von gleichförmiger Landwirtschaft dominiert werden, fehlt die blühende Vielfalt. Die Bienen müssen weit fliegen, um Pollen aufnehmen zu können. In der Stadt sind viele Flächen versiegelt, Beton und Steine bieten auch keine Nahrung.

Die gute Nachricht: Immer mehr Menschen tun was für die summenden Helden! Wer in seinem Garten eine „unordentliche“ Ecke mit Zweigen, Rinde, Wurzeln für Insekten lässt, bienenfreundliche Blumen aussäht und Wasser für Insekten bereitstellt, trägt zur Biodiversität in der Stadt bei. Auch wenn man keinen Garten hat: Auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett kann man einen kleinen Beitrag leisten.

Diese Blüten schmecken Bienen besonders gut

Alles, was wir essen, gefällt auch den Bienen, also Obstbäume und -sträucher oder Weinreben. Dazu kommt, was im Gemüsebeet wächst sowie Gewürzkräuter und Küchenkräuter. Im Blumenbeet freuen sich Bienen zum Beispiel über Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern oder ungefüllte Dahliensorten.

Generell sollte man auf so genannte gefüllte Blüten verzichten, da diese aufgrund der Züchtung keine Nahrung für die Bienen bereithalten.

Wer wenig Platz hat, sät eine Saatenmischung für Bienen aus, zum Beispiel im Balkonkasten. Die bunte Vielfalt erfreut auch das Auge. Tipp: Möglichst eine Mischung von einem regionalen Anbieter kaufen, die ist auf die lokalen Witterungs- und Klimaverhältnisse angepasst.

Hilfreich für die Bienen ist es, wenn die ganze Saison über etwas blüht. Dann finden sie – grob gesagt zwischen März und Oktober – auf ihren anstrengenden Flügen immer Nahrung.

Dass man auf chemische Pflanzenschutzmittel möglichst verzichten sollte, versteht sich von selbst. Pestizide können Insekten schwer schaden.

Eine umfangreiche Broschüre mit vielen Tipps und Pflanzenvorschlägen gibt es beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zum Download.

Eine Einladung an Insekten

Es gibt immer weniger Teiche und Tümpel. Zudem sorgt der Klimawandel für extremeres Wetter: Oft schüttet es in Strömen oder wir ächzen wochenlang unter der Trockenheit. Das macht auch den Insekten zu schaffen. Deshalb kann man ihnen eine flache Schale mit Wasser als Tränke zur Verfügung stellen – ähnlich wie eine Vogeltränke. Ein paar Steine und Moos oder andere Dinge hineinlegen, auf den Insekten landen können – und schon ist die Wassertränke fertig. Bald summt es und die durstigen Vielflieger können ihren Durst stillen.

Wer kann, lässt in einer Gartenecke Gartenabfälle liegen, zum Beispiel Äste, Wurzeln oder Rinde. Hier können sich Insekten verkriechen und vielleicht sogar überwintern. Auch finden sie Unterschlupf in ausgeblühten Kräutern oder Gemüsepflanzen, die man im Herbst einfach stehenlassen kann.

So genannte Insektenhotels, wie man sie kaufen oder bauen kann, sind ein super Angebot und Ergänzung zu dem, was die Natur für Insekten bereit hält. Wichtig ist es, sich im Vorfeld zu informieren, ob der Garten oder Balkon überhaupt geeignet ist – damit hinterher keine Enttäuschung über den Leerstand im Hotel aufkommt!

Die Natur erkunden: Tipps für Unternehmungen

Wenn Kinder das Glück haben, mit einem Garten aufzuwachsen, erleben sie schon viel vom Kreislauf der Natur, finden vielleicht mal einen Wurm oder eine Insektenlarve, beobachten Vögel an der Vogeltränke oder haben ein kleines eigenes Beet, wo sie erste Gärtnererfahrungen machen dürfen.

Aber die Natur hat noch viel anderes zu bieten! Und es gibt schöne Angebote für Kinder, Jugendliche oder Familien, mehr von der Natur zu erkunden.

NATURSCHUTZORGANISATIONEN Hier gibt es häufig Angebote für kleine Entdeckerinnen und Entdecker – Umweltbildung und Freizeitspaß stehen in gutem Verhältnis zueinander.

FÖRSTER Waldpädagogische Angebote von Förstern oder Forstämtern sind auch eine Möglichkeit, mit echten Experten in die Geheimnisse des Waldes einzutauchen.

WALDKINDERGARTEN Hier finden Erziehung, Bildung und Betreuung an der frischen Luft statt. Einen trockenen, warmen Rückzugsort gibt es trotzdem. Waldkindergärten bieten auch immer mal Erlebnistage an.

WALDBADEN Das ist eine Methode, in der Natur zur Ruhe zu kommen und die heilsamen Kräfte des Waldes wirken zu lassen. Ursprünglich in den 80ern in Japan praktiziert, findet das Waldbaden auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Auch für Kinder gibt es Angebote, sich mal ganz in die Natur sinken zu lassen.