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Viel Spaß! Urlaub als Familie genießen

Hohe Erwartungen liegen auf den wenigen Wochen im Jahr, die wir ohne Zeitdruck und Verpflichtungen miteinander verbringen können. Sind die Kinder noch klein, stehen ihre Bedürfnisse dabei im Vordergrund. Damit auch die Eltern sich erholen und neue Energie tanken können, gibt es viele kinderfreundliche Urlaubsmöglichkeiten.

Familienurlaub: Entspanntes Zusammensein ist Trumpf

Es ist gar nicht so einfach, im Urlaub die Bedürfnisse aller Familienmitglieder unter einen Hut zu bekommen: Der eine möchte einfach faul in der Hängematte liegen, Musik hören und sich erholen, während der andere am liebsten früh aufsteht und auf jeden Berg in der Umgebung steigen will. Kleinere Kinder freuen sich über Spielplätze, Tiere und kindgerechte, entspannte Unternehmungen in der nahen Umgebung, während ältere Kinder Action brauchen, sich ausprobieren wollen.

Bei der Urlaubsplanung gibt es also einiges zu bedenken – besonders wenn das Familienbudget keine großen Sprünge zulässt. Einigt man sich lieber auf ein Ziel, das allen gefällt, und geht dann in die Suche nach der passenden Unterkunft? Oder ist es einfacher, zunächst den Urlaubstyp festzulegen und dann ein schönes Ziel zu suchen?

Mit kleinen Kindern ist, um ehrlich zu sein, das Ziel wohl weniger wichtig als seine Kinderfreundlichkeit. Kinder haben weder Auge noch Verständnis für kunstvolle Kreuzgänge oder Tempelanlagen. Sie haben Spaß an dem, was in ihrer Umgebung passiert, an den Kleinigkeiten – vielleicht auch den Urlaubsspielkameraden. Und sie genießen die Zeit in der Familie, die nicht von „Mama-muss-noch-schnell-eine-Mail-schreiben“ getrübt wird. Entspanntes, gut gelauntes Zusammensein ist beim Familienurlaub das wohl Wertvollste, solange die Kinder klein sind.

Deshalb ist es bei der Wohnwagen-Tour zum Beispiel nicht so wichtig, wo der Campingplatz liegt. Hauptsache man fühlt sich dort wohl. Da macht dann eher der Preis den Unterschied, wenn man Campingplätze in Deutschland, in der Schweiz oder in der Tschechischen Republik in der Auswahl hat. Auch bei einem Aufenthalt in einem Ferienpark spielt die Lage keine so große Rolle, denn die Kinder finden schon vor Ort viele Spielmöglichkeiten und Betreuung. Mit zunehmendem Alter der Kinder weitet sich das Interesse an der Umgebung. Dann ist es aufregend, unterschiedliche Länder und Landschaften zu bereisen. Sie nehmen daraus Eindrücke und Anregungen fürs Leben mit.

Reisen mit Kindern: Daheimbleiben oder die Welt erkunden?

Deutschland gilt als teures Reisepflaster, vor allem seit viele Deutsche sich auf den Urlaub daheim besinnen. Mancher möchte umweltfreundlich unterwegs sein, manch anderer ist seit dem Ausbruch von Corona 2020 vorsichtig geworden. Es mag durchaus sein, dass Reiseziele, Unterkünfte und Restaurants nicht so günstig sind wie in der Türkei oder Ägypten zum Beispiel, dafür entfallen die Kosten und die Anstrengungen der langen Anreise.

Ob Elternzeit-Wandertour oder Osterferien in einem Hotel am Mittelmeer – die Bedürfnisse des Kindes stehen im Mittelpunkt. Das kann anstrengend sein, besonders wenn auch die Eltern erholungsbedürftig sind. Der Mythos von den entspannten Eltern, deren Kinder völlig stressfrei urlauben, bewahrheitet sich nicht immer. Umso wichtiger, dass das Kind nicht überfordert ist von der Reise. Die Unruhe der Vorbereitung, eine lange Anreise, ein fremdes Klima, all das kann enormen Stress ausüben. Und die gesundheitlichen Aspekte sind nicht zu vernachlässigen: In einer Zeit, wo Kinder alles in den Mund stecken, können Parasiten oder Durchfallerreger den Urlaub zur Tortur machen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät daher von Reisen mit Babys nach Möglichkeit ab. Deshalb sollten Eltern abwägen, ob sie die Elternzeit nutzen wollen, um mit ihrem nur Monate alten Nachwuchs auf Reisen zu gehen.

Für Familienurlaub in Deutschland sprechen also die Sicherheit, mit kleinen oder chronisch kranken Kindern Hilfe im vertrauten Gesundheitssystem zu bekommen und dabei auch keine Sprachbarrieren überwinden zu müssen. Kürzere Reisezeiten – und damit eine unkomplizierte Heimreise – sowie je nach Alter auch die Versorgung mit der gewohnten Beikost sind weitere Pluspunkte für einen entspannten Urlaub nahe der Heimat.

Die Bahn hat übrigens eine Reihe von Angeboten für Familien – von Familienbereichen und Kleinkindabteilen bis hin zu günstigen Familienreservierungen. Kinder bis 15 in Begleitung von Eltern oder Großeltern reisen umsonst.

Tipp: Für Reisen mit Kindern empfiehlt sich ein Kinderreisepass; wenn fremde Kinder mitreisen, muss das für die Grenzkontrollen entsprechend dokumentiert sein.

Familienhotel und Co.: Ein Dach über dem Kopf für die Ferien

Die Auswahl ist schier unerschöpflich: vom Zelt bis zur Familiensuite in einem gemütlichen Hotel reichen die Unterkünfte für Familien. Wir schlagen hier günstige und mittelpreisige Möglichkeiten vor, da junge Familien in der Regel ja mit einem eher schmalen Budget reisen.

Campingplatz: Große Freiheit im Freien

Wer nicht gerade auf der Wiese zeltet, sondern mit Wohnmobil anreist oder ein Mobil-Home vor Ort mietet, kommt beim Campen auch nicht mehr so günstig weg wie früher. Dennoch ist Campen mit Kindern eine gute Idee, denn man verbringt viel Zeit an der frischen Luft und das Gelände ist für Kinder ein sicherer Ort. Manche Campingplätze bieten auch Kinderbetreuung an.

Bauernhof: Nah am echten Leben

Viele Höfe haben ihre Scheunen und Gebäude ausgebaut und beherbergen Gäste. Besonders schön für Kinder sind Höfe, die Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb betreiben. Dann bleibt Zeit für Gastkinder und ihre Begegnungen mit den Tieren auf dem Hof. Ob Hahn, Pony oder die mäusefangende Küchenkatze: ein Paradies für kindliche Entdeckungen!

Jugendherbergen: Aktive Familienzeit

Vorbei die Zeit, als Jugendherbergen lange dunkle Gänge und Zimmer voller Doppelstockbetten hatten. Heute empfangen die Herbergen neben jugendlichen Reisenden auch Familien – und bieten ihnen in modernem Ambiente teilweise interessante maßgeschneiderte Angebote. Tipp: Früh buchen! Tolle Herbergen wie beispielsweise in Burgen sind schnell ausgebucht.

Ferienwohnung: Fast wie Daheim

Man ist für sich, muss sich nicht an Frühstückszeiten halten oder Smalltalk mit anderen Reisenden halten – das macht Ferienwohnungen attraktiv. Aber es bedeutet auch, dass Einkaufen, Kochen und Saubermachen wie Daheim erledigt sein wollen.

Pensionen und Hotels: Willkommen, Familien!

Es ist ein bisschchen schwer, den Überblick zu behalten, wenn man ein familienfreundliches Hotel in einer bestimmten Region sucht. Hilfe bieten Seiten, die auf Kinderhotels spezialisiert sind – oder man sucht Hotels, die man einfach gerne besucht und fragt nach kinderfreundlichen Angeboten wie Spielmöglichkeiten oder Betreuung. Der altmodische Gang ins Reisebüro kann übrigens auch eine gute Idee sein – oftmals helfen kundige Beratung und attraktive Preise bei der Entscheidung.

Ferienparks: Die totale Entspannung

Ferienparks sind eine Mischung aus Spaßbad, Naturpark und Einfamiliensiedlung mit professionellem Programm. Die Infrastruktur ist auf Entspannung für die Erwachsenen und viel altersgerechtem Spaß für Kinder und Jugendliche ausgelegt. In Centerparks, Landat Green Parks oder keiner Kette verpflichteten Parks wie dem Hasseröder Ferienpark zum Beispiel wohnt man in frei stehenden Unterkünften, Apartments oder Hotelzimmern. Empfohlen für Erholungsbedürftige.

Spezialanbieter für Familienurlaube und Kinderfreizeiten

Warum nicht mal als Familie etwas Verrücktes ausprobieren? Urlaub im Baumhaus – oder in umgebauten Eisenbahnwaggons? Ein charmantes Abenteuer für Familien ist eine Wanderung mit Eseln oder Alpacas – sehr langsam und eine verbindende Erfahrung. Wer möchte – und vielleicht kein ganz schmales Budget hat – schaut auch nach Spezialanbietern für Familienferien, wo Unterkünfte und Aktivitäten organisiert werden.

Eine Alternative für Kinder, die schon unabhängig und selbstbewusst genug für Urlaub ohne die Eltern sind, können Ferienfreizeiten sein. Diese werden oft von den Kommunen veranstaltet (und für arme Familien auch bezuschusst). Kirchliche Organisationen wie etwa die Caritas oder kirchliche Jugendorganisationen bieten ebenfalls Freizeiten für Kinder unterschiedlicher Altersklassen. Fragen Sie auch mal beim Sportverein nach, ob es dort Sportfreizeiten gibt.