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Kinderkunst, Kindermuseum und Malkurs: So macht Kreativsein Spaß

Kinder und Kunst – eine glückliche Verbindung

Menschen denken in Bildern – sie machen sich ein Bild von der Wirklichkeit. Das trifft besonders auf Kinder zu, die in jungem Alter in rasender Geschwindigkeit große Entwicklungsschritte durchlaufen. Schon ganz früh fangen sie an, Erlebtes und Eindrücke mit dem Stift festzuhalten. Sie teilen ihre Phantasie und ihre Gefühle mit anderen über künstlerische Mittel – meistens sind es Zeichnungen, weil diese fast überall und mit geringem Aufwand entstehen können. Dieser künstlerische Antrieb ist wertvoll, denn er hilft Kindern, ihre Umgebung oder das, was sie erlebt haben, zu begreifen.

Anders als es späterer Schulunterricht vielleicht vermittelt: Kunst ist eine Beschäftigung ohne Ziel. Wichtig ist der Prozess der Entstehung, der idealerweise kein vorgegebenes Ergebnis hat. Das Ergebnis ist nicht „ein hübsches Bild“, sondern die wertvolle Zeit, die man mit dem Kunst-Machen verbracht hat – das Ausprobieren, Staunen, die Anregung und die Beschäftigung mit dem, was man ausdrücken möchte. Das Tolle dabei: Beim künstlerischen Tun können Kinder neue Ideen ausprobieren – bevor sie sie im echten Leben in die Tat umsetzen. Man könnte sagen: Kunst ermöglicht es, Entwicklungsschritte oder neue Ideen vorzubereiten. Kinder wachsen mit Kunst. Ihnen dafür Freiheit und Raum zu geben, ist Aufgabe der Eltern.

Kunst machen: Workshops, Malschule & Co.

Auja, Malen! – Besonders für kleinere Kinder sind Papier und Farbstifte genug, und es kann losgehen! Aber Kinder lernen ja bekanntlich mit allen Sinnen und haben auch Lust, mal neue kreative Möglichkeiten kennenzulernen. Töpfern? Graffiti? Maskenbauen? – Schnell können selbst gutmeinende Eltern bei den verschiedenen Techniken an ihre Grenzen stoßen. Wenn sich künstlerische Verunsicherung breit macht, ist es eine gute Idee, nach Kursen oder Workshops zu schauen.

Workshops an Museen

Warum in die Ferne schweifen? Viele Museen bieten in den Ferien oder an festen Wochenendterminen Workshops, bei denen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Oftmals finden diese Workshops thematisch passend zu einer aktuellen Ausstellung statt. Eine schöne Gelegenheit für die älteren oder erwachsenen Familienmitglieder, sich auch mit dem Thema zu befassen. Beim Museum oder auf der Homepage des Museums nach „Museumspädagogischen Angeboten“ oder „Ferienprogramm“ schauen.

Kinderkunstschule und private Kunstinitiativen

In vielen Städten gibt es Kindermalschulen oder private Kunstinitiativen, die auch Angebote für Kinder haben. In Karlsruhe bietet unter anderem die Kindermalwerkstatt im Kulturzentrum Tempel offene Werkstätten, Samstagsaktionen oder Ferienspaß-Programme. In Freiburg können Kinder und ihre Eltern in der Kreativwerkstatt Karlstraße ihre schöpferische Selbstentfaltung und -verwirklichung finden. In Pforzheim bietet zum Beispiel der Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus mit seinem kunstverein.kids Aktivitäten für Kinder – Collagen, Kunststoffkunst, Maskenbasteln und vieles mehr!

Volkshochschule: Oft mit Kinderkunstangeboten

Coole Angebote für Kinder und ältere Kids haben oft auch die Volkshochschulen zur Auswahl. In der Regel gibt es einen Programmpunkt mit dem Titel „Junge VHS“ oder einer ähnlichen Bezeichnung. Dort finden sich Ferienprogramme unter anderem zu kreativen Themen wie Kurse im Comic-Zeichnen, in Drucktechniken oder Malkurse.

Tipp!

Die Volkshochschulen bieten manchmal ganz spannende Angebote auch in anderen Bereichen. Vielleicht macht ja auch ein Kochkurs, ein Sing-Wochenende oder archäologische Entdeckungen Spaß?

Kunst ansehen: So gefällt der Museumsbesuch auch den Kleinen

Stundenlang ein Bild angucken? – Kann eine phantastisch aufregende Sache sein, wenn man es mit anderen zusammen macht. Auch Kunstwerke anzusehen, kann für Kinder eine wertvolle Erfahrung sein – neben dem eigenen künstlerischen Tätigsein. Sie können lernen, wie Künstlerinnen und Künstler die Welt darstellen, welche geheimen Botschaften in einem Bild stecken, warum Abstraktes doch ganz konkret sein kann. Warum sitzt ein Hund in der Bildecke, warum schauen sich die Personen im Bild nicht an? – Lässt man sich auf ein Kunstwerk ein, schult man seine Wahrnehmung und lernt, genau hinzusehen.

Damit der Besuch im Museum oder in einem Kindermuseum Spaß macht, erkundigt man sich am besten nach Angeboten speziell für Kinder. So gibt es beispielsweise Führungen für unterschiedliche Altersklassen.

Manche Museen oder Ausstellungen halten besondere Erklärungen für jüngere Besucherinnen und Besucher bereit – einfache, gut verständliche Texte neben ausgewählten Werken, oder als spezieller Audio-Guide. Und der kann auch Erwachsenen Spaß machen beim Entdecken! Einige Museen bieten auch WLAN und eine eigene App, die die Besucher nach unterschiedlichen Gesichtspunkten durch die Ausstellungen führen. Das kann eine gute Möglichkeit für Familien sein, eine Ausstellung zu besuchen.

Ein spezielles Kindermuseum für Kunst gibt es zum Beispiel in Karlsruhe. Der Ableger der Staatlichen Kunsthalle für Kinder heißt Junge Kunsthalle, kurz JuKu. In einem kompletten Museumsgebäude ist Platz für Ausstellungen und Werkräumen nur für junge Besucherinnen und Besucher. Aber es muss kein Spezialmuseum sein, da in der Regel alle Museen museumspädagogische Angebote für Kinder haben. Es ist vielleicht auch schön, in einem kleineren Museum vor Ort ein Lieblingskunstwerk immer mal wieder besuchen zu können …

Gemeinsam Kunst machen: Tipps für Familienaktivitäten

Nichts los im Veranstaltungsprogram? Dann ist es vielleicht Zeit für einen familiären Kreativ-Tag. Je nach Platz und Möglichkeiten, auch Dreck und Staub zu machen, bieten sich unterschiedliche Techniken an. Ein paar Anregungen gibt es hier.

Der Klassiker: Kartoffeldruck

Eine prima Kombination aus einfacher Technik und viel Freiheit für alle, die mitmachen, ist der Kartoffeldruck. Man kann abstrakte Wolkenbilder schaffen oder ganz konkret ein Muster auf alte Shirts, Baumwolltaschen oder Kissenbezüge drucken. Hier gibt es zum Beispiel eine gute Anleitung.

Still, aber knifflig: Origami

Die alte Kunst des Papierfaltens sieht einfach aus, kann aber ganz schön kniffelig sein – je nach Motiv! Viele eignen sich für Kinder. Es macht große Freude, wenn aus einem quadratischen Blatt Papier plötzlich ein Kranich, Frosch oder Fuchs entsteht. Hier gibt es viele schöne Faltvorlagen.

Macht Staub und Spaß: Ytong-Skulpturen

Am besten im Freien werden alle Familienmitglieder zu Bildhauern. Der leichte und günstige Baustoff Ytong lässt sich mit vielen Werkzeugen in Form bringen. Vom praktischen Objekt wie einem Teelichthalter bis zur freien organischen Form ist alles möglich. Eine praktische Anleitung mit Tipps zu Sicherheit und Orga – zum Beispiel für Ytong-Arbeiten bei einem Kindergeburtstag – gibt es hier.

Etwas formen: Ton, Knete und Salzteig

Der Phantasie freien Lauf lassen – das geht besonders gut mit einem leicht zu handhabenden Material, für das man kein Werkzeug braucht. Besondere Freude macht das Arbeiten mit Ton, weil er – wenn man die Möglichkeit hat, die Sachen brennen zu lassen – dann auch dauerhafte Ergebnisse hervorbringt. Wenn Ton fürs Formen in der Familie zu anspruchsvoll oder umständlich ist, der kann mit gefärbtem Salzteig oder einer anderen selbst gemachten Knetmasse auch viele kreative Freiräume eröffnen.

Kinderkunst schön aufhängen

Im Kunstunterricht erfahren Kinder, dass ihre Arbeiten oder kreativen Ideen bewertet und benotet werden. Das kann die Freude an der Kunst trüben. Deshalb erleben Kinder es als befreiend und positiv, wenn im Familienkreis nicht über die Ergebnisse ihres kreativen Tuns geurteilt wird. Versuchen Sie, mit ihrem Kind über seine Idee zu sprechen, loben Sie die Mühe, die es sich gemacht hat. Aber vermeiden Sie Bewertungen wie „Das hast du aber gut gemacht“ oder „Das ist besonders schön geworden“.

Umso mehr Freude machen Sie Ihren Kindern, indem Sie liebevolle Wertschätzung für ihre kreativen Werke zeigen. Hängen Sie Kinderkunst sorgsam auf oder finden Sie einen schönen Platz zum Aufstellen.

Museumsreif: Originelle Ideen zur Bildpräsentation

Damit möglichst viele Bilder einen sicheren Platz finden, kann man zum Beispiel eine Gardinenschnur entlang einer gut beleuchteten Wand – vielleicht im Flur – spannen. An die Gardinenklemmen kommen dann keine Textilien, sondern die aktuellen Kreationen der Kinder.

Eine andere Möglichkeit ist es, eine Wand mit Korkplatten zu bedecken und diese in der Wandfarbe zu streichen. Damit hat man eine große, flexibel nutzbare Pinnwand, an der viele Kinderbilder und andere Andenken Platz haben.

Eine weitere pfiffige Idee ist eine flexible bunte Hängung unterschiedlicher Bilder: Man verteilt auf einer größeren Wand Nägel in unregelmäßigen Abständen. Die Bilder klemmt man mit Hosenbügeln aus Holz fest und kann dann den Bügel einfach an einen der Nägel hängen. So erhält man durch das Holz der Hosenbügelklemmung eine gleichmäßige Anmutung und kann die Bilder immer wieder austauschen und umhängen. Eine kräftige Wandfarbe hebt die Bilder besonders hervor.