Die Kinderspielstadt Karlopolis

"Jeden Morgen versammeln sich die Bürger auf dem Marktplatz. Irgendwann hat man dann den Termin beim Arbeitsamt. Natürlich ist es besser, wenn man den Termin früher hat, da man dann einen cooleren Job bekommt. Natürlich kann man auch heiraten oder etwa beim Bäcker oder beim Supermarkt verschiedene Produkte einkaufen."

Hier schreibt ein Bürger über den Alltag in seiner Stadt. Diese Stadt heißt Karlopolis und liegt im Herzen des Karlsruher Schlossgartens. Bezahlt wird dort nicht mit Euro sondern mit Karlo. Ansonsten ist Karlopolis aber eine ganz normale Stadt. Mit einer entscheidenden Ausnahme: Erwachsenen ist der Zutritt verboten!

Ganz schön was los in Karlopolis

Mit einer Sondergenehmigung betreten wir die Kinder-Metropole und stellen nach wenigen Metern fest: Hier fehlt es an nichts. Vorbei an der Autowerkstatt und dem Drogeriemarkt stehen wir vor dem Kasino. Hier verprassen die reichen Karlopolis-Bürger ihre Karlos. Gegenüber hat sich vor der Bank eine Schlange gebildet. Jetzt kurz vor Feierabend wird jedem rechtschaffenden Bürger sein Gehalt ausbezahlt. Am Stand der Feuerwehr ist zur selben Zeit alles entspannt. Der letzte Brand in Karlopolis ist schon zwei Tage her. Gerade noch rechtzeitig konnte das Feuer bei der Post in Schach gehalten werden. Die Feuerwehrkinder verhinderten Schlimmeres. Gleich am nächsten Tag schlossen die jungen Mitarbeiter der Post aber eine Feuerversicherung ab: Sicher ist sicher.

Das Wetter lässt in dieser ersten Karlopolis-Woche etwas zu wünschen übrig, weshalb das Eis beim hiesigen Supermarkt noch nicht den erhofften Absatz findet. Im Wellness-Center lassen es sich die Bürger gut gehen, auf dem Bauernhof hingegen wird kräftig geschuftet: Neben dem Hüten der Schafe muss vor allem genug Marmelade produziert werden, um ausreichend Geld für den Bauernhof zu verdienen.

Alles geht seinen gewohnten Gang in Karlopolis.

Wie im echten Leben

Jedes Jahr sind es insgesamt mehr als 50 Berufe und Tätigkeiten, die zum Mitmachen einladen. Die etwa 300 Kinder können sich täglich einen neuen Job aussuchen und ihre Fähigkeiten ausprobieren. Wie in jeder richtigen Stadt gibt es auch in Karlopolis einen Gemeinderat, der von den Kindern gewählt wird. Jeder Karlopolisbürger kann sich zur Wahl stellen und Gemeinderat oder auch Bürgermeister werden. Der Stadtrat entscheidet dann zum Beispiel über die Erhöhung der Steuern oder auch darüber, ob die Preise im Supermarkt zu hoch sind. Die Kinder lernen spielerisch sowohl den demokratischen Umgang miteinander als auch wie der Wirtschaftskreislauf eines Gemeinwesens funktioniert.

Vorbild "Mini-München"

Die Idee zu Karlopolis reicht zurück in die 80er Jahre. Damals besichtigten Mitarbeiter des Karlsruher Stadtjugendausschusses das Projekt "Mini-München" und waren sofort begeistert. Es fehlte aber noch an Unterstützung und den notwendigen Mitteln, eine solche Kinderstadt auch in Karlsruhe zu etablieren. Erst mit dem Stadtgeburtstag 2015 kam die Idee wieder auf den Plan: Im Festprogramm von KA300 konnte Karlopolis erstmals realisiert werden. Zahlreiche Partner aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Leben schlossen sich an und verhalfen dem Kinderstadtprojekt zum Durchbruch. In diesem Sommer fand Karlopolis also schon zum dritten Mal statt. Bereits nach wenigen Tagen waren alle Plätze für die zweiwöchige Kinderspielstadt ausgebucht.

Der BGV in Karlopolis

Der BGV ist von Beginn an mit dabei. In der Versicherungsfiliale in Karlopolis lernen die Kinder, was eine Versicherung so alles macht. Neue Produkte, wie die Sonnenversicherung, werden konzipiert und vertrieben, Kunden werden im Computer angelegt und erfasst. Natürlich besuchen die Versicherungsmitarbeiter ihre Kunden auch direkt und beraten vor Ort. Dann geht es mit dem BGV-Kettcar in den Außendienst. "Ich habe heute schon zehn Feuerversicherungen verkauft", erzählt der kleine Außendienstler vor der Filiale voller Stolz. "Als es bei der Post gebrannt hat, haben viele Ladenbesitzer gemerkt, wie wichtig eine Versicherung ist!"

Ihr Ansprechpartner

Torben Halama

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