Der BGV-Hagelflieger

Die Hagelabwehr Ortenau e. V. und der BGV haben 2016 gemeinsam einen neuen Hagelflieger zum Einsatz gebracht, der vor den gefährlichen Eiskörnern schützen soll. Die Cessna 182 wurde für ihren Einsatz eigens umgebaut und mit Aceton-Generatoren ausgestattet, aus denen die Gewitterwolken mit Silberjodid "geimpft" werden. So stehen die Chancen gut, dass der Wasserdampf in den Wolken gar nicht gefriert, sondern als Regen oder Matsch auf die Erde fällt und somit keinen Schaden mehr anrichten kann.

Schneller als der Schaden sein

Der BGV engagiert sich bereits seit vielen Jahrzehnten auf vielfältige Weise in der aktiven Schadenverhütung. "Der Hagelflieger ist ein ganz besonderes Beispiel dafür, wie wir versuchen, Schäden von vornherein zu vermeiden", erklärt Professor Edgar Bohn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BGV. "Wir erhoffen uns davon natürlich auch weniger durch Hagel beschädigte Autos in den Städten."

Wie entsteht Hagel?

Hagel entsteht in Gewitterwolken. Durch starken Wind fliegen Wassertropfen in kalte Höhen und gefrieren dort zu kleinen Eistropfen. Ab ungefähr 12.000 m ist der Wind nicht mehr so stark, so dass die Eiskörner wieder herunterfallen. Dabei heften sich andere Regentropfen an, die Eiskörner werden größer. Am Boden der Wolke angelangt werden diese Eiskörner wieder nach oben geschleudert. Weitere Regentropfen heften sich an und gefrieren ebenfalls. Oben an der Gewitterwolke angekommen wiederholt sich der Prozess. Je größer und schwerer die Eisklumpen werden, desto schneller fallen sie herunter. Irgendwann ist das Hagelkorn so groß, dass der Aufwind nicht mehr rausreicht, es in höhere Wolkenschichten zu transportieren. Dann fallen die Körner vom Himmel und können schwere Schäden anrichten, vor allem an Autos und in der Landwirtschaft.

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