14.01.2014 | Service

Sicher durch die närrische Zeit

Pünktlich am 06. Januar wurden in den schwäbisch-allemannischen Fasnachtshochburgen Häs und Larven abgestaubt. Narrenbäume und Nachtumzüge kündigen die fünfte Jahreszeit an. In den nächsten Wochen bevölkern Narren und Zuschauer bevölkern die Straßen. Faschingsvereine veranstalten bunte Prunksitzungen und feiern in vollen Zügen. Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen klärt auf, wer bei Personen- oder Sachschäden haftet.

Als „Helau“, „Narri-Narro“ und in vielen weiteren Variationen schallen die Fasnachtsrufe durch Straßen und Gassen. Guggenmusik und Hästrägergruppen ziehen tausende Zuschauer an. „In der ausgelassenen Stimmung ist das Risiko schwerer Personen- und Sachschäden nicht zu unterschätzen“, sagt Günter Fröhlich, Abteilungsdirektor Schaden beim BGV. Die Folgen: Immer wieder erleiden Besucher Hörschäden durch Böllerkanonen. In einigen Fällen wurden bei Umzügen Teilnehmer oder Zuschauer von Festwägen überrollt.

Wenn etwas passiert, stellt sich schnell die Frage, wer für den entstandenen Schaden haftet. „Grundsätzlich ist das erstmal der Veranstalter“, sofern die Ursache aus dessen Verantwortungsbereich herrührt, verweist Fröhlich auf die Haftungslage. „Aber: nicht für alle denkbaren Risiken.“ So entschied das Landgericht Trier im Jahr 2001, dass eine nach einer Kanonade an Tinitus leidende Zugbesucherin keinen Schadenersatzanspruch vom Veranstalter geltend machen kann. Das Gericht begründete den Schieds-spruch damit, dass es bei einem Karnevalsumzug immer laut zugehe. Solche veranstaltungstypischen Risiken geht jeder Zuschauer mit seiner Anwesenheit bei -oder Teilnahme am Umzugsgeschehen ein. Die Frau hätte sich vor den lauten Geräuschen zum Beispiel durch Zurücktreten vom Bordsteinrand schützen können. „In diesen Fällen schützt nur eine private Unfallversicherung vor den finanziellen Folgen“, gibt Fröhlich den Tipp zur privaten Vorsorge.

Geht im Gedränge etwas zu Bruch oder verschmutzen Senf und Bier Kleidung und Kostüme, empfiehlt Fröhlich eine private Haftpflichtversicherung.

Für Vereine, die in geschlossenen Räumen mit über 200 Besuchern eine Prunksitzung veranstalten, gilt die Versammlungsstättenverordnung des Landes Baden-Württemberg vom 28. April 2004. „Der Gesetzgeber verlangt im Rahmen dieser Verordnung von den Betreibern einer Versammlungsstätte, alles Erforderliche zu tun, damit die teilnehmenden Personen nicht zu Schaden kommen“, erläutert Fröhlich. Dabei können herabstürzende Bühnendekoration, Feuer sowie verschlossene oder zugestellte Notausgänge zu tragischen Ereignissen von Fastnachtsveranstaltungen in Mehrzweckhallen, Schulen oder Theatern führen. Fröhlich empfiehlt deshalb, die Veranstaltung mit den notwendigen Summen abzusichern, denn für schuldhaft zu vertretende Personen- und Sachschäden haftet der Veranstalter nach dem Gesetz in voller Höhe ohne Begrenzung. Im schlimmsten Fall kann das für den Verein oder den Veranstalter den finanziellen Ruin bedeuten.

Download Pressemeldung
Download Pressebild

Zurück

Ihr Ansprechpartner

Hans-Christian Schmidt

Zentrale Unternehmens-
kommunikation

0721 660-4614

0721 660-184614

E-Mail senden