02.05.2016 | Service

Grillen: Brandgefährlich – auch noch nach Tagen

Diese Woche kommt der Frühling! Für viele Deutsche beginnt mit den ersten warmen Sonnenstrahlen die Grillsaison: Würstchen, Grillfackeln, Fisch, Gemüse – alles, was das Griller-Herz begehrt, wird gebrutzelt. Doch Grillen ist ein gefährliches Hobby. Pro Jahr werden rund 4.000 Unfälle mit 500 Schwerverletzten gemeldet.

Rund 70 Millionen Mal schmeißen die Deutschen den Grill an. Mit wenigen Tipps wird der Grillabend zum sicheren Spaß. Die häufigste Ursache für Grillunfälle ist die falsche Benutzung von Brandbeschleunigern wie Benzin oder Spiritus. Um die Kohle zum Glühen zu bringen, sollten Grillfreunde zu sicheren Zündhilfen wie Pasten, Zündwürfel oder Anzündkaminen greifen. Außerdem sollten Feuerlöscher, Löschdecke oder Sand zum Löschen im-mer griffbereit sein. Vorsicht beim Löschen mit Wasser: Wird Wasser in eine mehrere hundert Grad heiße Fettpfanne geschüttet, verdampft es schlagartig. Man spricht hier auch von einem sogenannten Fettbrand. Der Wasserdampf vermischt sich mit dem Fett und breitet sich explosionsartig aus. Ein Liter Wasser verwandelt sich sekundenschnell in bis zu 1.700 Liter Wasserdampf. An die Auswirkungen für den Löschenden und die Umgebung will man gar nicht erst denken.

Glut und Asche sicher entsorgen

Holzkohle und Briketts können laut Feuerwehrexperten noch bis zu drei Tage nach dem Grillen Feuer verursachen. Beim Umschütten des Materials in einen anderen Behälter kann man nicht immer erkennen, ob noch Glut vorhanden ist. Auch die Wärmeüberprüfung durch Fühlen mit der Hand oberhalb der Asche ist ungeeignet, um Glutnester sicher auszuschließen. Kohle und Briketts sollten deshalb nach dem Grillen mit Wasser abgelöscht oder drei Tage in einem feuerfesten Behälter zwischengelagert werden.

Auf Prüfsiegel achten

Schon beim Kauf des neuen Grills sollte man immer auf die richtigen Prüfsiegel achten. Neben einem GS-Prüfsiegel sind die Kennziffern DIN EN 1860-1 oder die DIN 66077 wichtig. Wenn der neue Grill zuhause aufgebaut wird, ist ein sicherer Stand wichtig. Am besten eignen sich Terrassen. Markisen, Sonnenschirme und andere leicht entflammbare Gegenstände wie Mülleiner haben in der Nähe des Grills nichts zu suchen.

Schutz vor finanziellen Folgen

Trotz aller Tipps kann es immer zu Unfällen kommen. Besonders Kinder und Jugendliche sind oft Opfer von Verbrennungen. Eltern sollten deshalb für ihren Nachwuchs eine private Unfallversicherung abschließen. Für kleinere Schäden wie etwa ein Brandloch in der Tischdecke oder den Gartenmöbeln kommt die Hausratversicherung auf. Sachschäden, die Gäste davontragen, werden von der privaten Haftpflichtversicherung gedeckt. Auch jeder Anwesende trägt Verantwortung und haftet: Zum Beispiel, wenn er oder sie einen Freund nicht daran hindert, Spiritus ins Feuer zu gießen. Wer nicht widerspricht, der – so hat das Oberlandesgericht Hamm (Az.: 9 U 129/08) geurteilt – ist gleichermaßen mitschuldig.

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