Vorsicht Einbruch

Allein in Deutschland wird alle vier Minuten in eine Wohnung, ein Einfamilienhaus, ein Wochenenddomizil oder eine Firma eingebrochen. Europaweit zählen Einbrüche zu den häufigsten Kriminaldelikten. Der BGV gibt wichtige Tipps, wie Sie sich dagegen schützen können.

Neue Qualität der Einbruchsdelikte

Fast 40 Prozent der Einbruchsdelikte fallen auf die Wintermonate Oktober bis Dezember. Dabei ist eine qualitative Veränderung bei den Delikten zu beobachten: Die Einbrecher gehen zunehmend brutaler vor. Zum Beispiel werfen sie auch schon mal mit einem Gullideckel eine Fensterscheibe ein. Durch leistungsfähige Akkubohrer oder -winkelschleifer können Einbrecher ohne Stromversorgung Stahltüren aufschneiden oder Löcher in Fensterrahmen bohren, um dann mit dem altbewährten Schlingentrick das Fenster über den Fenstergriff zu öffnen.

Zehn Regeln für ein sicheres Zuhause

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock.

Die Polizei Baden-Württemberg hat zehn goldene Regeln formuliert, die helfen, Einbrüche zu vermeiden:

  • Halten Sie die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie immer, wer ins Haus will, bevor Sie die Tür öffnen.
  • Achten Sie bewusst auf fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück und sprechen Sie diese Personen gegebenenfalls an.
  • Schließen Sie Ihre Wohnungseingangstür immer zweimal ab und lassen Sie die Tür nicht nur „ins Schloss fallen“. Auch Keller- und Speichertüren sollten immer verschlossen sein.
  • Verstecken Sie Ihren Haus- und Wohnungsschlüssel niemals außerhalb der Wohnung: Einbrecher kennen jedes Versteck.
  • Verschließen Sie Ihre Fenster und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit. Einbrecher öffnen gekippte Fenster und Balkontüren besonders schnell.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung auch bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck vermittelt. Lassen Sie z. B. den Briefkasten leeren.
  • Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn wichtige Telefonnummern aus, unter denen Sie im Notfall erreichbar sind.
  • Bieten Sie Senioren aus Ihrer Nachbarschaft an, dass sie bei Ihnen anrufen können, wenn Fremde in deren Wohnung wollen.
  • Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Versuchen Sie niemals, Einbrecher festzuhalten!
  • Lassen Sie fremde Personen nicht in Ihre Wohnung.

Weitere polizeiliche Informationen finden Sie unter www.k-einbruch.de

Technische Maßnahmen und aufmerksame Nachbarn

Nach wie vor treffen zu wenige Haus- und Wohnungsbesitzer Sicherheitsvorkehrungen gegen Einbrecher. In vielen Fällen reichen aber schon einfache Hürden an Türen und Fenstern, um Einbrecher abzuschrecken.

Entscheidend sind die ersten fünf Minuten: Rund 40 Prozent der Einbruchsversuche werden abgebrochen, wenn die Täter nicht schnell genug rein kommen. Ganz oben auf der Liste des Einbruchschutzes stehen abschließbare Terrassentüren und Fenster. Allerdings nutzt das wenig, wenn nicht alle Eingänge gleichermaßen gesichert werden. Jede Tür, jedes Fenster ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil – selbst ein massiver Sperrbügel oder ein abschließbarer Türgriff ist nutzlos, wenn sich die Scharniere leicht lösen lassen. Damit sich Einbrecher erst gar nicht an Fenstern und Türen zu schaffen machen, helfen Halogen- oder LED-Strahler mit Bewegungsmelder: Dadurch verliert der Dieb den Schutz der Dunkelheit. Noch effektiver sind Alarmanlagen, die allerdings bislang wenig verbreitet sind.

Hausratversicherung kommt für Schäden auf

Mit einer Hausratversicherung für die Wohnung oder das Haus, schützen Sie sich gegen den materiellen Verlust durch Einbruchdiebstahl, Raub oder Vandalismus. Und der Schaden kann schnell mehrere tausend Euro betragen. Generell ist es ratsam, Einkaufsbelege von teuren Wertsachen oder technischen Geräten aufzubewahren. Sie helfen, den Schaden zu beziffern. Die Täter nehmen in der Regel handliche Sachen wie Bargeld, hochwertige Smartphones, Laptop, Kameras, Schmuck und Uhren mit. Fühlt sich der Dieb ungestört und steht ein Fahrzeug in der Nähe, dann zählen auch größere Gegenstände wie Gemälde, Flachbildfernseher, Fahrräder oder E-Bikes zum Diebesgut.

Nach dem Einbruch

Zeigen Sie einen Einbruchdiebstahl unverzüglich bei der zuständigen Polizeidienststelle an und informieren Sie Ihre Versicherung über den Schaden. Gestohlene Kredit- oder EC-Karten sollten sofort gesperrt werden (zentrale Notrufnummer 116 116). Das Gleiche gilt für gestohlene Handys und für Personalausweise mit aktivierter Online-Ausweisfunktion.

Einbruchschutz rechtzeitig planen

Viele Einbrüche könnten verhindert werden, denn die Sicherheit des Hauses oder der Wohnung ist planbar. Bundesweit bieten rund 300 kriminalpolizeiliche Beratungsstellen eine kostenlose sicherheitstechnische Fachberatung an. Der Fachmann der Polizei nimmt alle sicherheitsrelevanten Merkmale genau unter die Lupe und zeigt danach konkret auf, welche Sicherungsmaßnahmen geeignet sind. Ebenso bieten die polizeilichen Beratungsstellen Fachfirmenlisten an. Die aufgeführten Firmen rüsten Haus und Wohnung entsprechend der polizeilichen Empfehlung nach.

Tipp: Klicken Sie sich durch das interaktive Haus von K-Einbruch und identifizieren Sie die Sicherheitslücken Ihres Zuhauses.

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Informationen zu den Themen Einbruch und Prävention finden Sie unter www.k-einbruch.de
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