Rauchmelder retten Leben

Sie sind klein und unauffällig, aber sie erzeugen einen schrillen Alarmton von 85 Dezibel: Rauchmelder können im Brandfall Leben retten. In Baden-Württemberg und fast allen anderen Bundesländern sind sie in allen Wohngebäuden Pflicht.

Warum sind Rauchmelder so wichtig?

Jeden Monat verunglücken in Deutschland rund 35 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Die jährlichen Folgen in Deutschland: Rund 400 Brandtote, 4.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Milliarde Euro Brandschäden im Privatbereich.

Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Die meisten Brandopfer (70 %) verunglücken nachts zuhause. Tagsüber kann ein Feuer meist schnell entdeckt und gelöscht werden. Nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, die Opfer werden also im Schlaf überrascht. 80 bis 90 % aller Brandopfer fallen nicht dem Feuer sondern dem Rauch zum Opfer. Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112 zu alarmieren.

Wartung der Rauchmelder

Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönt bei diesen Geräten ein Warnsignal. Die Melder sollten VDS-geprüft sein und über einen Testknopf zur Funktionsüberprüfung des Melders verfügen. Das Gerät sollte mindestens 30 Tage bevor ein Batteriewechsel ansteht, ein Warnsignal abgeben. Grundsätzlich sind Rauchmelder mit der DIN EN 14604 empfehlenswert. Prüfen Sie jährlich die Funktionsfähigkeit der Rauchmelder.

Wo soll der Rauchwarnmelder genau montiert werden?

Rauchwarnmelder sollten immer an der Decke – idealerweise in der Raummitte - montiert werden. Dabei sollten Sie beachten, dass der Abstand zur nächsten Wand, zu Einrichtungsgenständen wie Mobiliar und zu einem Unterzug mindestens 50 cm betragen. Was vielen nicht bewusst ist, ist das ein weiterer Rauchmelder montiert werden sollte, wenn der Raum größer als 60qm ist. Auch wenn Räume durch Trennwände/Teilwände oder Möbel unterteilt werden, sollte in jedem Raum mindestens ein Rauchmelder angebracht werden.

Sie sollten zusätzlich sicherstellen, dass der sich ausbreitende Rauch auch den Rauchwarnmelder erreichen kann. Dies erreichen Sie, indem der Rauchmelder nicht in einer zuggefährdeten Umgebung angebracht wird. Montieren Sie den Rauchmelder also nicht in der Nähe von Klimaanlagen oder Lüftungsauslässen – so wird das Eindringen von Rauch in den Melder nicht beeinträchtigt.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.rauchmelder.de.

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