Naturgefahren

Der Klimawandel wird zunehmend zur Gefahr für Hauseigentümer. Extreme Unwetter mit Stürmen und Starkregen sowie daraus resultierende Überschwemmungen häufen sich. In mehreren Bundesländern starteten die Landesregierungen in den vergangenen Jahren Aufklärungskampagnen. Sie riefen die Bürger dazu auf, ihre Häuser gegen elementare Naturgefahren – oder „Elementargefahren“ wie es im Versicherungsdeutsch heißt – abzusichern. Hausbesitzer, die sich versichern können, dies aber nicht tun, können im Ernstfall keine Hilfe vom Staat mehr erwarten. Früher war beispielsweise in Baden-Württemberg die Absicherung gegen Elementarschäden aufgrund der existenziellen Dimensionen sogar Pflicht. Dies ist zwar heute nicht mehr der Fall, aber die dringende Empfehlung, das Haus auf freiwilliger Basis gegen diese Risiken abzusichern, bleibt.

Schäden durch Starkregen werden extrem unterschätzt

Achtung Hochwasser An Hochwasser denkt häufig nur, wer nahe an Gewässern wohnt. Tatsächlich entsteht aber ein Großteil der Überschwemmungsschäden durch Starkregen, wie dies häufig bei Sommergewittern der Fall ist. Obwohl man sich gegen Überschwemmung und Erdrutsch absichern kann, besitzen gerade mal 10 % aller Hausbesitzer eine solche Zusatzversicherung. Dabei sind Schäden durch Überschwemmung oder Erdrutsch genauso häufig wie durch ein Feuer. Das Erstaunliche ist: Das eigene Haus, für viele die teuerste Anschaffung im Leben, ist in der Regel nur unzureichend versichert.

Was sind Elementarschäden und welche Versicherungen bieten Versicherungsschutz?

Unter Elementarschäden versteht man Schäden, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen werden, wie beispielsweise durch Hagel, Sturm (ab Windstärke 8), Überschwemmung oder Erdbeben.

Je nach Schadenart greifen hierfür aber verschiedene Versicherungen. Sturmschäden, Hagelschäden und Schäden nach einem Blitzschlag sind über die Wohngebäude- und Hausratversicherung abgesichert. Für andere Schäden, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen werden, wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch benötigt man den Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung. Die Elementarschadenversicherung wird künftig zum besseren Verständnis als Naturgefahrenversicherung bezeichnet.

Wichtig: Die Elementarschaden-/Naturgefahrenversicherung ist kein eigenständiger Vertrag. Sie wird vielmehr stets in Kombination mit einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung als Zusatzdeckung abgeschlossen.

Auch in der Hausratversicherung ist die zusätzliche Absicherung gegen Naturgefahren/Elementarschäden sinnvoll. Wird ein Gebäude durch Naturgewalten beschädigt, ist meist auch die Einrichtung betroffen. Während Wände getrocknet werden können, ist der Hausrat oft nur noch ein Fall für den Sperrmüll.

Sonderfall Öltank

Besitzen Sie einen Öltank, empfiehlt sich zusätzlich der Abschluss einer Gewässerschadenhaftpflichtversicherung . Gelangt Heizöl ins Grundwasser, können erhebliche Schäden entstehen, die zudem richtig teuer werden. Denn für eine Verunreinigung des Wassers durch ausgelaufenes Öl nach einem Elementarschadenereignis kommt die Elementarschadenversicherung nicht auf.

Bei Unwetter ist schnelles Handeln gefragt

Droht ein Unwetter, sollten Sie umgehend einige Vorsichtsmaßnahmen an Ihrem Wohneigentum ergreifen: Bringen Sie zuerst lose Gegenstände wie Blumentöpfe, Gartenmöbel, Schirme oder Mülltonnen nach drinnen oder verankern Sie sie. Stellen Sie das Auto möglichst in die Garage. Und schließlich ein ganz banaler, aber immer wieder übersehener Tipp: Schließen Sie während des Unwetters Fenster und Türen. Hausbesitzer sollten zudem ihr Dach regelmäßig auf Risse oder lose Ziegel überprüfen oder im Garten kranke Bäume bzw. morsche Äste entfernen lassen.

Am besten alles aus einer Hand

Natürlich können trotz aller Vorsorgemaßnahmen Schäden entstehen. Dann ist es vorteilhaft, wenn Hausrat- und Wohngebäudeversicherung inklusive einer Elementarschaden-/Naturgefahrenversicherung bei einem Versicherer abgeschlossen sind. Im Schadenfall ist zum einen nur ein Ansprechpartner erforderlich, zum anderen vermeidet man Abgrenzungsschwierigkeiten. Wer seine Versicherungen bei mehreren Gesellschaften hat, muss unter Umständen Diskussionen darüber in Kauf nehmen, ob Schäden an Bodenbelägen, Küchen- oder Badmobiliar zum Gebäude oder Hausrat zählen. Solche Konflikte können die Abwicklung des Schadenfalls erheblich verzögern.

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