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Endlich Schulkind! Was die Einschulung für die Familie bedeutet

Gefühlswelten: Mit der Einschulung ändert sich viel

Was war das gemütlich: Als es reichte, irgendwann bis neun Uhr das Kind in den Kindergarten zu bringen. Gab es mal einen Wutausbruch, weil die Glitzerstrumpfhose nicht zu finden war – nicht schlimm, es war ja immer noch Zeit. Das ändert sich mit dem Schulanfang. Das Kind schlüpft in eine neue Rolle und muss lernen, mit viel mehr Zwängen fertigzuwerden. Der Schulanfang bedeutet einen riesigen Entwicklungsschritt: mehr Verantwortung, mehr Selbständigkeit, mehr Anforderungen. Damit einher geht dann auch ein wachsendes Selbstbewusstsein.

Kein Wunder, dass es für viele Eltern nicht ganz einfach ist, das richtige Maß an Hilfe und Nähe einerseits und Loslassenkönnen andererseits zu finden. Am liebsten würde man dem frisch gebackenen i-Dötzchen alle Steine aus dem Weg räumen. Andererseits ist der Schulanfang auch der Moment, wo Kinder anfangen, eigene Wege zu gehen und Freiheit brauchen, sich auszuprobieren.

Ein Familienkalender hilft bei der Organisation

Zum Selbständigwerden gehört es natürlich, Lesen und Schreiben zu lernen. Aber mindestens ebenso wichtig sind die sozialen Kompetenzen, die Kinder mit dem Schuleintritt erlernen. Zum Beispiel lernen sie, mit anderen Kindern zusammen nicht nur zu spielen, sondern auch zu lernen. Das bedeutet zum Beispiel, Regeln einzuhalten oder Rücksicht zu nehmen.

In den ersten Schuljahren bilden sich dann vielleicht schon Vorlieben heraus, für Musik, Sport oder Tüfteln an naturwissenschaftlichen Experimenten. Auch das ist wichtig – kann es doch den Eltern zeigen, welche weiterführende Schule die richtige ist. Denn es dauert nicht lange, bis die ein Thema wird!

In vielen Familien hält jetzt ein Familienkalender Einzug. Denn auch für die Eltern bedeutet die Einschulung eine Umstellung. Schulzeiten schenken weniger Flexibilität und der Schulalltag bring jede Menge Termine auch für die Eltern mit sich. Vielleicht wird es nötig, sich um zusätzliche Kinderbetreuung zu kümmern und abzusprechen, wer wann danach schaut, dass die Hausaufgaben gemacht sind und die Schultasche für den nächsten Tag gepackt.

Vorfreude: Wenn der erste Schultag näher rückt

Und irgendwann steht er dann im Kalender: der Tag der Einschulung. Eine Zeit gemischter Gefühle: Ist es besser, dem Kind noch Zeit zum Spielen zu schenken, oder ist es eine gute Idee, schon mal die Buchstaben einzuüben? Die Antwort lautet: am besten orientiert man sich am Wissensdurst des Kindes und wählt den goldenen Mittelweg.

Dass ein Kind schulfähig ist, das hat die entsprechende medizinische Untersuchung bereits ergeben. Es gibt also keinen Grund, schon „vorzulernen“ und Schulstoff zuhause vorwegzunehmen – im Gegenteil: Lehrerinnen und Lehrer sind Profis. Sie werden sich gut um ihre Schützlinge in der ersten Klasse kümmern.

Was aber Ihnen und Ihrem Kind Freude machen wird, ist spielerisches Nebenbei-Lernen, das man in den Alltag integrieren kann. Für den Bereich Mathematik zum Beispiel kann man Zählaufgaben in den Einkauf einbauen, Würfelspiele spielen oder das Kind beim Kochen Zutaten abmessen lassen. Dabei geht es nicht darum, schon richtig zu büffeln, sondern Kinder zu ermutigen und sie ihre Stärken spüren zu lassen. Auch der Bereich Sprache und Schreiben bietet schöne Möglichkeiten für Eltern: Beim Geschichten erzählen, reimen und Lieder singen festigt sich der Umgang mit Wörtern und Sprache.

Die Schule kennenlernen

In manchen Bundesländern hat man die Wahl, in anderen nicht. In Baden-Württemberg besuchen die Kinder in der Regel die Grundschule, in deren Bezirk sie wohnen. Auch wenn es also keine Wahl gibt: Es ist schön, wenn das künftige Schulkind seine neue Schule vorab kennenlernt – zum Beispiel bei einem Tag der offenen Tür. Ein positiver erster Eindruck der neuen Heimat für die nächsten vier Jahre weckt die Vorfreude.

Den Schulranzen kaufen

Der Schulranzen! Ein großes Thema, und nicht immer verläuft die Anschaffung konfliktfrei. Wünscht sich das Kind einen Traum in Rosa, finden die Eltern vielleicht ein zeitloses Dunkelblau … nunja, praktischer. Der Ranzen muss in der Tat funktional und robust sein. Denn er soll ja einige Jahre halten. Aber er ist auch ein Statement. Er sagt etwas über das Kind, seine Vorlieben und seinen Geschmack. Auch wenn es gut ist, sich bei der Auswahl Zeit zu lassen: Warten Sie ab und kaufen Sie den Ranzen nicht zu früh. Denn: Geschmäcker verändern sich und vielleicht fällt das Einigen auf ein Modell leichter, wenn die Rosa-Phase gerade abklingt. Weitere Informationen dazu, was ein Kind für den Schulbesuch benötigt – und was nicht –, gibt es hier als PDF zum Download.

Vorbereiten auf den Schulbesuch

Der Ranzen ist gekauft, die Schultüte (heimlich und mit viel Liebe) gebastelt. Jetzt kann der erste Schultag kommen. Oder? Ja, und das merkt Ihr Kind auch. Es verarbeitet das Kommende, das es sich noch nicht so richtig vorstellen kann. Hören Sie hin, was ihr Kind über die Schule sagt. Wenn Sie merken, dass es ängstlich oder unsicher ist, können Sie das ansprechen und zum Beispiel von Ihrem ersten Schultag erzählen. Vermeiden Sie unbedingt bedrohliche Formulierungen wie „Jetzt fängt der Ernst des Lebens für dich an“ oder „Wart’s nur ab, in der Schule läuft das aber anders ab“.

Stattdessen ist es - je nach Schulweg eine gute Idee, diesen schon einmal abzugehen. Natürlich sollten die Kinder nicht gleich alleine gehen, aber doch so bald wie möglich, am besten zusammen mit anderen Kindern.

Erster Schultag: So gelingt der große Tag

Am schönsten ist es, wenn der Tag ohne Druck und Stress für den oder die ABC-Schützin abläuft. Stehen Sie früh genug auf, frühstücken Sie ohne Zeitdruck. Dann ist auch Zeit, die Schultüte zu würdigen und zu sehen, mit welchen kleinen Geschenken und Überraschungen Sie sie gefüllt haben. Übrigens: Ob Sie eine Tüte kaufen oder selber basteln ist eine Frage des Geschmacks, des Geschicks und dessen, worüber sich Ihr Kind wohl am meisten freut.

In der Schule gibt es dann ein kleines Programm, eventuell auch einen Gottesdienst, und eine Schulstunde ohne Eltern. So können die Kinder zum ersten Mal ihren Klassenraum, die Lehrperson und ihre zukünftigen Schulkameradinnen und -kameraden kennenlernen.

Und das war’s auch schon. Jetzt können Sie als Familie schön essen und den Tag heiter beschließen. Es ist ein wichtiger Tag, aber lassen Sie die Kirche im Dorf und gestalten Sie ihn kindgerecht: Das wichtigste ist, dass das neue Schulkind ihn genießt.

Wo ist die Pausenbrotdose? – Neue Routinen im Familienalltag

Geschafft! Wir sind Schulkind. Der große symbolische Schritt ist getan. Jetzt beginnt die Zeit der Umstellungen. Und keine Sorge – es ist normal, dass sich neue Routinen nicht über Nacht erfolgreich einstellen.

Ihr Kind gewöhnt sich jetzt dran, möglichst bis 20 Uhr schlafen zu gehen, damit am Morgen genug Energie für einen neuen Schultag da ist. Morgens muss es dann fix gehen, schließlich geht die Schule meistens um kurz vor acht los. Da ist dann keine Zeit mehr, noch ein bisschen zu träumen oder Quatsch zu machen. Deshalb: Möglichst schon die Kleidung am Vorabend rauslegen, damit es morgens kein Theater gibt.

Tagsüber muss ein Schulkind lernen, Hausaufgaben und freie Spielzeit miteinander zu verbinden. Vielleicht geht es außerdem noch zum Sport oder lernt ein Instrument. Wichtig ist, ausreichend Zeit für Entspannung, zum Toben und Ausgleich zu lassen und den Zeitplan nicht zu stark durchzutakten.

Ideen für gesundes Snacken in der großen Pause

Etwas Neues ist auch der Pausensnack für die Schule. Lernen ist anstrengend, und die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen will überbrückt sein. Der Klassiker ist ein Pausenbrot, etwas Obst und ein zuckerfreies Getränk. Manche Schulen haben heute Wasserspender, dann erübrigt sich das Schleppen des Getränks und eine hübsche Trinkflasche ermutigt zum Wasserzapfen.

Beim Brot sollte man möglichst zu Vollkornbrot oder Mischbrot mit Körnern greifen. Anders als Weißmehl liefert Vollkornmehl viel Energie. Obst- oder Gemüseschnitze sind immer beliebt als saftige Vitaminlieferanten. Gut geeignet sind Äpfel, Birnen, Pflaumen, Beeren, Aprikosen und kernlose Weintrauben. Sie stillen auch den Hunger auf Süßes – ein wenig. Rohkost ist ebenfalls ein prima Snack, der länger vorhält: Möhren, Paprika, Radieschen, Cocktailtomaten, Kohlrabi, Gurken oder Zucchini sind ideale Pausenbrotbegleiter. Wenn man saisonal kauft, bekommt man Obst und Gemüse auch günstig und weiß, dass sie keine langen Transportwege hatten.

Aber es muss nicht immer das klassische Pausenbrot sein. Zum Beispiel kann man aus Nudeln und Gemüseresten einen leckeren bunten Restesalat zaubern, in dem ein paar gesunde Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Linsen auch kaum auffallen! Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen oder Linsen sind prima Eiweißlieferanten, machen satt und sind gesund.

Lecker als energiereiche Beigabe sind Nüsse – zum Beispiel selbst geröstete -, Trockenfrüchte oder auch mal ein paar Kekse. Ein bisschen Spaß darf sein, auch beim Snacken! Und hier gibt es noch mehr Tipps für gesunde Schulpausenverpflegung.

Nicht empfehlenswert sind abgepackte Kindersnackriegel, die in der Regel viel zu viel Fett und Zucker enthalten und dann nicht mal satt machen. Ab und zu darf es natürlich auch ein süßer Pausensnack sein. Beliebt, weil saftig und sättigend, ist zum Beispiel selbst gebackenes Bananenbrot oder Kekse.