Spaß zuhause – aber sicher! 15 Tipps, wie Sie Ihr Zuhause kindersicher machen

Noch nie war so viel Leben in den eigenen vier Wänden wie jetzt. Doch wo sich das Wohnzimmer in einen Abenteuerspielplatz und der Garten in ein Expeditionsgebiet verwandelt, gibt es auch Unfälle. Über 80 Prozent der Unfälle im Säuglings- und Kleinkindalter passieren zuhause. Wir geben Tipps, wie Sie Ihre Kinder schützen.

In Haus und Wohnung

Ab dem zweiten Lebenshalbjahr werden Kinder langsam mobil und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Jetzt steigt auch die Unfallgefahr.

  • Zuerst denkt man an Kindersicherungen für die Steckdosen. Doch auch Kabel sollten nicht lose am Boden liegen, sondern befestigt sein. Räumen Sie elektrische Geräte nach Gebrauch immer gleich weg. Achten Sie außerdem darauf, dass die Geräte mit einem Qualitätssiegel versehen sind.
  • Unter Teppichen hilft eine rutschfeste Unterlage, damit sie nicht zur Stolperfalle werden. Außerdem sollten insbesondere kleine Kinder immer rutschfeste Socken oder Hausschuhe tragen, um nicht auf glatten Böden auszurutschen.
  • Haben Sie Glastüren im Haus, können Sie diese mit Aufklebern in Kinderaugenhöhe versehen, damit sie gut zu sehen sind. Trinkgläser aus Glas sind erst etwas für ältere Kinder. Gibt es doch einmal Scherben, fegen Sie sie zügig und vollständig auf.
  • Schützen Sie den Herd mit einem Herdgitter und stellen Sie Töpfe mit heißen Flüssigkeiten nie in Reichweite ab.
  • Putzmittel und Medikamente bewahren Sie im Idealfall in abschließbaren Schränken, aber auf jedem Fall außer Reichweite von Kindern auf.
  • Lassen Sie Ihre Kinder nie alleine in einem Raum mit geöffnetem Fenster. Fenstersicherungen und abschließbare Griffe sind zusätzlicher Schutz. An Kinderbetten sollte die Umrandung hoch genug sein, damit das Kind nicht herausfallen kann. Treppen sichern Sie mit passenden Treppenschutzgittern ab.
  • Achten Sie auf eine gute Beleuchtung: Auch in Fluren sollte es schön hell sein, damit Ecken, Kanten und Stolperfallen gut zu sehen sind.
  • Befestigen Sie Möbelstücke an der Wand. Befestigungshilfen werden meist mitgeliefert. Nachträglich eignet sich aber auch ein einfacher Winkel.

Eltern-Tipp: Nehmen Sie die Perspektive Ihres Kindes ein: gehen Sie in die Hocke und schauen Sie in jedem Raum, welche gefahren es auf Augenhöhe gibt.

Kind beim Malen

Im Garten und auf dem Balkon

Es gibt nichts Schöneres für Kinder, als draußen zu spielen. Gerade Wasser übt eine grenzenlose Faszination auf die Kleinen aus – und ist auch die größte Gefahr. Denn Kinder können bereits in niedrigstem Wasser in Teich, Planschbecken oder einem Eimer ertrinken.

  • Am besten sichern Sie Gewässer wie Teich oder Pool mit einem festen Zaun ab. Netze und Gitter müssen fest verankert sein.
  • Weniger ist mehr: Im Plantschbecken reicht eine Wasserhöhe von einer Handbreit völlig aus. Generell gilt: Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt in Wassernähe!
  • Auf Regentonnen gehört ein fester Deckel.
  • Bewahren Sie Gartengeräte sicher und außer Reichweite auf. Mähen Sie den Rasen nicht in Kindernähe.
  • Entfernen Sie giftige Pflanzen wie Eibe, Eisenhut oder Engelstrompete. Informationen, welche Pflanzen giftig sind, erhalten Sie zum Beispiel bei der Giftzentrale Bonn. Bewahren Sie Giftiges wie Dünger, Insektengift aber auch Blumenerde außer Reichweite von Kindern auf.
  • Sichern Sie auf Balkonen den Spalt unterhalb des Geländers ab. Spezielle Netze verhindern Stürze.
  • Lassen Sie nichts Erkletterbares auf dem Balkon stehen.

Kind im Garten

Spiele-Tipp: Gestalten Sie mit Ihrem Kind eine Fühlkiste. Schneiden Sie in einen Schuhkarton ein Loch, durch das eine Hand passt. In den Karton kleben oder legen Sie Naturmaterial, das Sie im Garten oder der Umgebung gesammelt haben – Moos, Steine, Sand, Blätter, Eicheln und mehr lassen sich dann immer wieder erfühlen

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