Mit den Bergbahnen hoch hinaus in Baden

#badensbeschde: Ob zum Königstuhl, Turmberg oder Schauinsland - die Bergbahnen in Baden bringen Sie hoch hinaus und garantieren einmalige Aussichten. Wir stellen Ihnen fünf Bahnen der Region vor.

Heidelberger Bergbahn

Mit 1,5 Kilometern Streckenlänge trägt die Heidelberger Bergbahn den Titel „längste Bergbahn Deutschlands“. Genaugenommen aber, sind es zwei Bahnen. Die Untere Bahn zählt zu den modernsten des Landes und bringt die Besucher vom Kornmarkt in der Altstadt hinauf zur Molkekur. Von dort geht es dann weiter mit der Oberen Bahn, eine der ältesten Deutschlands, bis zur Endhaltestelle Königstuhl. Mit rund 570 Metern ist er der höchste Berg des kleinen Odenwalds und gibt den Blick frei auf die Rheinebene, das Neckartal und – wenn das Wetter mitspielt – sogar bis ins Elsass. Auf zahlreichen Rundwegen können Geübte und Einsteiger die Gegend erwandern. Der Königstuhl-Walking-Parcours führt teilweise durch den idyllischen Stadtwald. Auf der „via naturae“ erfahren die Kleinen, wer im Wald wohnt oder welche Bäume hier wachsen. Wer seinen Kindern ein Strahlen ins Gesicht zaubern möchte, der sollte unbedingt einen Abstecher ins Märchenparadies einplanen. Auch die Falkerei Tinnunculus ist ein Besuch Wert: Ein bis zwei Mal täglich breiten die Greifvögel ihre Flügel aus und bieten den Besuchern eine beeindruckende Flugshow.

Fahrplan bis 6. Oktober:
Die Untere Bahn startet täglich um 9 Uhr und fährt alle 10 Minuten zur Molkekur. Letzte Fahrt ab Kornmarkt: 20 Uhr.
Die Obere Bahn startet täglich um 9.08 Uhr und fährt alle 20 Minuten zum Königstuhl. Letzte Fahrt ab Molkenkur: 19.28 Uhr.

Die Obere Bergbahn fährt von der Molkekur bis hinauf zum Königstuhl //Foto: Alexander Gruber

Turmbergbahn in Karlsruhe

Seit 1888 bringt die Turmbergbahn Gäste vom Karlsruher Stadtteil Durlach hinauf zum Turmberg und ist damit die älteste noch fahrende Standseilbahn in Deutschland. Exakt 315 Meter legt sie dabei zurück und überwindet 100 Höhenmeter. Ursprünglich trieb Wasserballast die Bahn an. Abhängig von der Anzahl der Passagiere füllte ein Mitarbeiter an der Bergstation Wasser in den Tank, sodass der abwärtsfahrende Wagen schwerer war und den aufwärtsfahrenden Wagen nach oben ziehen konnte. Im Jahr 1965 rüsteten die Verkehrsbetriebe die Bahn schließlich auf elektrischen Betrieb um. Oben angekommen haben Sie vom Hausberg der Karlsruher einen wunderschönen Blick über die Fächerstadt und die Rheinebene. Die Sonnenuntergänge sind spektakulär. Wenn Sie noch höher hinaus wollen, dann brauchen Sie einen langen Atem: 528 Stufen müssen Sie zurücklegen, um das Aussichtsplateau des einstigen Wachturms zu erreichen. Tipp für Familien: Etwa fünf Gehminuten entfernt gibt es einen großen Waldspielplatz.

Fahrplan bis 31. Oktober:
Täglich von 10 bis 19.50 Uhr alle 15 Minuten.

Die älteste noch fahrende Standseilbahn Deutschlands bringt Sie auf den Turmberg //Foto: Mende

MerkurBergbahn in Baden-Baden

Urlaubsfeeling erwartet Sie auf dem Hausberg Baden-Badens: Als beliebtes Naherholungsziel lockt der Merkur jährlich zahlreiche Ausflügler an. Bequem und schnell bringt Sie die MerkurBergbahn auf den 668 Meter hohen Berg. Mit einer Steigung zwischen 23 und 54 Prozent zählt die 106 Jahre alte Bahn zu den steilsten Standseilbahnen Deutschlands. Vom Merkurturm bietet sich Ihnen ein malerisches Panorama: Baden-Baden, der Schwarzwald, das Murgtal, die Rheinebene und die Vogesen liegen Ihnen zu Füßen. Beeindruckend: Auf dem Merkur gibt es zwei Startbahnen, von denen aus sich die Gleitschirmflieger in die Tiefe stürzen.

Fahrplan:
Täglich von 10 bis 22 Uhr

Seit 106 Jahren befördert die MerkurBergbahn Ausflügler auf den 668 Meter hohen Berg //Foto: Stadtwerke Baden-Baden

Schauinslandbahn bei Freiburg

Mit Deutschlands längster Umlaufseilbahn fahren Sie von der Talstation hinter Günterstal in 20 Minuten auf den 1.220 Meter hohen Schauinsland. Seit 1930 bringt die Schauinslandbahn täglich Besucher hoch hinaus und war damals weltweit einzigartig. Im Jahr 1987 rüstete man sie dann zu Deutschlands erster schaffnerlosen automatischen Seilbahn um. Ob Wandern, Biken, Nordic Walking oder Gleitschirmfliegen – hier oben können Sie sich so richtig austoben. Ein Highlight: die Downinsland-Rollerstrecke. Leihen Sie an der Seilbahn-Bergstation die Hightech-Roller aus und fahren Sie damit auf extra präparierten Waldwegen hinunter zur Talstation. Vorausgesetzt Sie sind mindestens 12 Jahre alt, mind. 1.50 Meter groß und wiegen nicht mehr als 120 kg. Im Museums-Bergwerk steigen Sie zudem hinab in die 800 Jahre alte Geschichte des ältesten Silberbergwerks Süddeutschlands und im Bauernhausmuseum Schniederlihof erhalten Sie Einblick in das raue Leben auf den Schwarzwaldhöfen.

Fahrplan:
Täglich von 9 bis 17 Uhr.

Ein Wolkenmeer zum Sonnenuntergang //Foto: Schauinsland

Feldbergbahn

Wer ohne Schweißperlen auf der Stirn auf den höchsten Berg des Schwarzwalds gelangen möchte, der sollte sich von der gleichnamigen Bahn 1.493 Meter hinauf bringen lassen. Acht Personen finden pro Kabine Platz inklusive Kinderwägen, Hunden oder Fahrrädern. Vom Aussichtsturm blicken Sie zum Eiger, Mönch, Jungfrau und bei gutem Wetter sogar bis zur Zugspitze, dem Mont Blanc und den Vogesen. Im Erdgeschoss ist ein Museum untergebracht, das sich einer der berühmtesten kulinarischen Spezialitäten der Region widmet: dem Schwarzwälder Schinken. Geöffnet hat das Museum von Mai bis Oktober.

Fahrplan von Christi Himmelfahrt bis Oktober:
Mai, Juni, Oktober: 9 bis 16.30 Uhr
Juli bis September: 9 bis 17 Uhr

Von Mai bis Oktober fährt die Feldbergbahn auf den Gipfel //Foto: Markus Ketterer