Halloween: Wenn Streiche teuer werden ...

Süßes oder Saures? An Halloween ziehen wieder Hexen, Mumien, Vampire und Geister von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten ein. Wer geizig ist und nichts in die Beutel der Kinder legt, der wird erschreckt. Aber Vorsicht! Auch an Halloween ist nicht alles erlaubt.

Foto: JenkoAtaman

„Der Scherz endet immer dann, wenn Personen verletzt oder Sachen beschädigt werden", erläutert Günter Fröhlich, Abteilungsdirektor Schaden beim BGV. Verschmierte Autos, bemalte Wände, zerstörte Zeitungsrohre oder Briefkästen - was von den Kindern vermeintlich als Scherz gemeint war, kann für die Eltern ganz schön teuer werden.

Haften Eltern immer?

Bei der Beurteilung der Haftungsfrage kommt es darauf an, wie genau der Schaden verursacht wurde, wie alt die Kinder sind und ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Kinder unter sieben sind grundsätzlich nicht deliktsfähig, sie haften also zivilrechtlich nicht persönlich für die von ihnen verursachten Schäden. Allerdings kann eine Haftung der Eltern wegen verletzter Aufsichtspflicht bestehen. Im Alter zwischen sieben und 17 Jahren wird geprüft, ob das Kind oder der Jugendliche, die für die Tat und deren Folgen notwendige Einsicht hatte. Daneben bleibt auch in dieser Altersgruppe noch die Möglichkeit einer Haftung der Eltern aus verletzter Aufsichtspflicht heraus. Es kommt hier also sowohl für die Haftung der Kinder/Jugendlichen selbst, als auch für die der Eltern ganz entscheidend auf die Einzelumstände an, die zum Schaden geführt haben.

Die private Haftpflichtversicherung schützt!

„Die private Haftpflichtversicherung ist eine Versicherung von existenzieller Bedeutung für die ganze Familie, die in keinem Haushalt fehlen darf", erklärt Fröhlich. „Sie schützt vor den finanziellen Folgen, sofern Kinder oder Eltern für Schäden haften und die Tat nicht vorsätzlich begangen wurde." Der BGV-Experte rät, bestehende private Haftpflichtversicherungen auf deren Umfang zu prüfen.

Und nicht nur an Halloween bewahrt die Versicherung Familien vor finanziellen Schäden. Denn beim Spielen kann immer mal etwas passieren. Rennt man zu nah an einem parkenden Auto vorbei, ist schon ein Kratzer im Lack. Schießt man den Fußball unkontrolliert über den Gartenzaun, landet er im Fenster des Nachbarn.

Auf Wunsch besteht zudem die Möglichkeit, Kinder unter sieben Jahre alt, so in den Versicherungsschutz einzubeziehen, dass der Schaden auch außerhalb einer zivilrechtlichen Haftung bezahlt werden kann.

Wichtig: Ältere Tarife bezahlen in der Regel nur den Zeitwert. Moderne Tarife bieten durch sinnvolle Zusatzbausteine auch eine Neuwertenschädigung beschädigter Sachen an. Hier geht's zum Tarifrechner.