Die vier wichtigsten Fragen zum Schneeräumen

So schön der Winter auch ist, er macht Mietern und Eigentümern auch ganz schön viel Arbeit. Denn sie müssen dafür sorgen, dass die Gehwege frei sind, damit Passanten nicht ausrutschen und sich verletzen. Wir klären die vier wichtigsten Fragen.

1. Vermieter oder Mieter - wer ist verantwortlich, dass man nicht auf die Nase fällt?

Grundsätzlich der Vermieter. Er kann diese Aufgabe jedoch an seine Mieter übertragen. Allerdings reicht hierfür nicht ein Anruf oder eine Nachricht aus. Wer zur Schippe greift, muss entweder im Mietvertrag oder in der Hausordnung stehen, wenn diese Teil des Mietvertrags ist. Wer seiner Streupflicht nicht nachkommt, ist verantwortlich, wenn jemand auf dem ihm zugeordneten Abschnitt oder Gehweg fällt. War der Mieter zum Winterdienst verpflichtet, kommt die private Haftpflichtversicherung ins Spiel. Beim Vermieter tritt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht ein.

2. Bis wann müssen die Gehwege am Morgen spätestens geräumt sein?

Hier sollten Sie sich über das entsprechende Ortsrecht informieren, dass gegebenenfalls lokal unterschiedlich ausfallen kann. In den meisten Städten, Gemeinden und Kommunen muss werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 8 Uhr geräumt werden. Die Räumpflicht endet um 22 Uhr.

3. Wenn ich einen Hausmeister für die Schneeräumung beauftragt habe, der nicht sorgfältig streut, wer haftet im Schadenfall?

Hauseigentümer können generell ihre Verkehrssicherungspflicht auch auf Dritte übertragen. In Mehrparteienhäusern übernimmt die Schneeräumung meist ein Hausmeister oder ein gewerblicher Winterdienst. Mieter können zu diesen Winterpflichten nur herangezogen werden, wenn dies von Anfang an im Mietvertrag so wirksam vereinbart ist. Wenn gar nicht oder sehr schlecht geräumt beziehungsweise gestreut wurde, haftet demnach der dafür Verantwortliche. In diesem Beispiel also der Hausmeister.

4. Muss man auch das Dach vom Schnee befreien?

Grundsätzlich muss der Fußgänger oder Autofahrer bei extremen Wetterlagen mit erhöhtem Gefahrenaufkommen rechnen und sollte sich daher umsichtig und vorsichtig fortbewegen. In der Regel ist der Hauseigentümer nicht dazu verpflichtet, sein Dach vom Schnee zu befreien und haftet daher auch nicht. Bei besonders gefährlichen Szenarien, wie ein steiles Dach oder eine frequentierte Straße, ist es allerdings zu empfehlen, entsprechende Warnhinweise aufzustellen.