1923
Geburtstag im März. Acht Paten kommen zur Taufe
Am 27. März tritt die konstituierende Gründerversammlung in Mannheim zusammen. Für den „kommunalen Feuerversicherungsverband Baden“ übernehmen die Gemeinden Bretten, Bruchsal und Eberbach, Heidelberg, Karlsruhe und Kehl sowie Mannheim und Pforzheim die Verantwortung.

1924
Tapetenwechsel unter neuem Namen
Mit dem Jahreswechsel wird der Sitz des Verbandes von Mannheim ins Karlsruher Rathaus verlegt. Außerdem bekommt der Verband einen neuen Namen und heißt von da an "Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband", kurz BGVV oder später BGV. Noch im gleichen Jahr zieht der junge BGV in die Beiertheimer Allee 16, dem heutigen Polizeipräsidium.

1933
Weiter auf Erfolgskurs
Im zehnten Jahr seines Bestehens präsentiert sich der BGV in hervorragender Verfassung: 65 Mitglieder aus der Region, ein solider Bestand mit über 8 000 Verträgen und eine Mannschaft aus 29 Mitarbeitern sind die Zahlen aus dem Geschäftsbericht 1932.

1935
Verbund im Verband
Im Januar übernimmt der BGV die „Badenia“, den Feuerversicherungsverein badischer Gemeinden in Karlsruhe, komplett. Damit ist der Weg frei zu einem neuen Kundenpotential. Ab sofort können auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienst versichert werden.
Außerdem überträgt das Kultusministerium dem BGV die Schülerunfallversicherung für die badischen Schulen.

1938
Neuerungen und Wachstum
Der BGV führt die allgemeine Kraftfahrtversicherung ein und muß aufgrund des Wachstums erneut umziehen. Die Wendtstraße 19 wird das neue Domizil.
Oben ohne. Mit leerem Tank geht es schlecht voran
In Zeiten von Kriegsgefahr und Nationalsozialismus geht die Arbeit unter erschwerten Bedingungen weiter. Zwar macht der BGV eine zukunftsweisende Anschaffung, einen Mercedes Cabrio Typ 170, doch der Krieg hat spürbaren Einfluß. Das Benzin wird knapp und ohne Treibstoff fährt nicht einmal ein Mercedes Cabrio. So findet der Wagen zunächst Unterschlupf in einer Garage, bis er schließlich 1943 seinen Einberufungsbescheid bekommt und eingezogen wird. Was aus ihm geworden ist, bleibt ein Rätsel.

1939
Intermezzo im Elsass. Versicherung über Grenzen hinweg
Obwohl die Mitarbeiterzahl in den ersten Kriegsjahren aufgrund der Einberufungen stark zurückgeht, steigt das Auftragsvolumen weiter. 1940 überschreiten die Versicherungsbeiträge erstmals die Schallmauer von einer Million Reichsmark. Dazu kommt die Erweiterung des Geschäftsbereichs auf das Elsass nach dessen Besetzung. Im November eröffnet die erste Geschäftsstelle in Straßburg, wo der BGV bis 1943 vertreten ist und sich ein Ende des schrecklichen Krieges abzeichnet.

1945
Bomben fallen auf Karlsruhe
Gegen Kriegsende wird Karlsruhe von einem wahren Bombenhagel getroffen, der auch das BGV Verwaltungsgebäude restlos zerstört. Die Mitarbeiter kommen in den Ortschaften Malsch und Bühlertal in provisorischen Geschäftsstellen unter.
